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Illingen -  15.06.2026
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Auto landet kopfüber im Bachbett: 18-Jähriger stirbt bei Verkehrsunfall zwischen Schützingen und Illingen

Illingen/Schützingen. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Kreisstraße 4510 zwischen Schützingen und Illingen ist am Sonntagabend ein 18 Jahre alter Autofahrer ums Leben gekommen. Der 18-jährige Beifahrer wurde schwer verletzt mit dem Hubschrauber in eine Klinik geflogen, der dritte 18-Jährige im Fahrzeug mit einem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.

Symbolbild - Polizei sichert Unfallstelle
Eine Person ist bei einem Unfall nahe Illingen ums Leben gekommen. Foto: Stefan Puchner/dpa

Wie die Polizei mitteilt, war der junge Mann gegen 21.30 Uhr mit einem Mercedes von Schützingen in Richtung Illingen unterwegs. In einer Linkskurve kam das Fahrzeug vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit nach rechts von der Fahrbahn ab, geriet ins Bankett und prallte gegen einen Baum. Anschließend stürzte der Wagen einen Abhang hinunter und blieb auf dem Dach in einem ausgetrockneten Bachbett liegen.

Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, hatte sich nach Angaben von Feuerwehrkommandant Martin Beller einer der Insassen bereits selbst aus dem Fahrzeug befreien können. Die beiden weiteren jungen Männer waren im Fahrzeug eingeklemmt.

Die Rettung gestaltete sich schwierig. „Das Fahrzeug war stark deformiert. Wir kamen zunächst kaum an die Verletzten heran“, berichtet Beller. Die Feuerwehr musste die Türen entfernen und das Fahrzeug mit hydraulischen Rettungszylindern auseinanderdrücken, um die Eingeklemmten zu erreichen.

„Wir haben beide lebend aus dem Fahrzeug herausgebracht“, sagt der Kommandant. Für den Fahrer kam jedoch jede Hilfe zu spät. Trotz Reanimationsmaßnahmen starb der 18-Jährige noch an der Unfallstelle. Die beiden Mitfahrer wurden vom Rettungsdienst versorgt und in Krankenhäuser gebracht.

Insgesamt waren die Feuerwehren aus Illingen und Schützingen mit sieben Fahrzeugen und 45 Einsatzkräften vor Ort. Unterstützung kam von der Feuerwehr Mühlacker, die mit vier Fahrzeugen und 15 Kräften ausrückte. Der Einsatz dauerte rund sechs Stunden. Erst gegen 2.30 Uhr nachts konnten die letzten Kräfte die Unfallstelle verlassen.

Auch die Bergung des Unfallwagens stellte die Einsatzkräfte vor Herausforderungen. Zunächst mussten drei Bäume gefällt werden. Anschließend wurde das Fahrzeug mit Hilfe eines Krans und von Seilwinden aus dem Bachbett geborgen. Belastend war der Einsatz auch aus persönlicher Sicht. Die jungen Männer stammen aus der Gemeinde, einige Feuerwehrleute hätten sie persönlich gekannt, berichtet Beller. Hinzu komme das geringe Alter der Beteiligten. Im Anschluss wurde die Notfallseelsorge hinzugezogen. Sie unterstützte die Einsatzkräfte bei der Verarbeitung des Erlebten. „Jeder verarbeitet so etwas anders“, sagt der Kommandant.

Der Unfall ereignete sich laut Beller auf dem Abschnitt der K4510 zwischen dem Häckselplatz und dem Klostersee. Nach Angaben von Feuerwehrkommandant mussten Feuerwehr und Rettungsdienst auf der Strecke in der Vergangenheit bereits mehrfach zu Verkehrsunfällen ausrücken. Erst im vergangenen Jahr wurden auf derselben Verbindung bei einem Frontalzusammenstoß zwei Autofahrerinnen verletzt. Auch Motorradunfälle ereigneten sich dort immer wieder.

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