Auto prallt gegen Bäume und stürzt 40 Meter in die Tiefe – mehrere Verletzte bei Unfall nahe Schömberg
Mitten in der Nacht kracht ein Auto gegen mehrere Bäume. Was die Polizei zu den Hintergründen sagt.
Schömberg/Unterreichenbach. Ein 18-jähriger BMW-Fahrer ist in der Nacht von Sonntag auf Montag auf der Kreisstraße zwischen Schwarzenberg und Unterreichenbach von der Fahrbahn abgekommen und rund 40 Meter eine Böschung hinuntergestürzt, teilt die Feuerwehr mit. Dabei wurden drei Personen verletzt.
Mutmaßlich auf Grund nicht angepasster Geschwindigkeit verlor der Fahrer im Kurvenbereich Höhe Zufahrt nach Bieselsberg/Gewerbegebiet gegen 0.15 Uhr die Kontrolle über den BMW und kam nach links von der Fahrbahn ab. Im Anschluss stürzte der Pkw eine Böschung hinab und kollidierte hierbei mit mehreren Bäumen, so die Polizei.
"Gott sei Dank hat ein Anwohner aus Kapfenhardt das Unfallgeschehen gehört und nachgeschaut", sagt Feuerwehr-Einsatzleiter, Zugführer Siegfried Stoll. Denn von der Kreisstraße aus konnte der Unfallwagen nicht gesehen werden, so Stoll weiter. Gleichzeitig sei genau das die Herausforderung für die Einsatzkräfte gewesen, die mittels Sägen eine Schneise in den Wald schlugen. "Sowohl Mannschaft als auch hydraulisches Gerät wurden über Seile den Hang hinuntergelassen", verwies der Einsatzleiter auf die Topografie an der Stelle. Diese sei zudem ausgeleuchtet und der Brandschutz am verunglückten Wagen sei sichergestellt worden.
Bei der vorherrschenden Trockenheit in Verbindung mit der Motorhitze des Autos hätte es sonst verheerende Auswirkungen haben können, so die Feuerwehr in der Meldung. Mit der Drohne sei deshalb das Geschehen aus der Luft begleitet worden.
Während zwei der drei Fahrzeuginsassen eingeklemmt waren, habe sich der Fahrer selbstständig aus dem Auto befreit. "Mit Schleifkorbtragen wurden die Betroffenen den Hang hinauf zur Straße gebracht und dem Rettungsdienst übergeben", sagt Stoll. Die beiden Schwerverletzten und der 18-Jährige, welcher sich eher leichter verletzte, seien in Krankenhäuser gebracht worden.
Aufgrund der Verletzungen waren neben drei Rettungswagen und Notarzt auch ein Hubschrauber vor Ort. Die Polizei, die mit drei Streifenwägen und sechs Beamten im Einsatz war, zog zur Klärung der Unfallursache einen Gutachter hinzu und beziffert den entstandenen Sachschaden auf rund 2000 Euro.
Die Kreisstraße K 4365 bleib bis in die frühen Morgenstunden gesperrt. Die Feuerwehr rückte gegen 4.15 Uhr von der Einsatzstelle ab. Mittels Kran soll der Unfallwagen am Montag aus der Böschung gehoben werden.
Insgesamt waren die Feuerwehrabteilungen Bieselsberg und Schömberg mit rund 40 Brandschutzkräften in acht Fahrzeugen im Einsatz.
