Baugenossenschaft Familienheim Pforzheim bewegt trotz Krise viel beim Wohnen - warnt aber vor Risiken
Pforzheim. Trotz Corona verlief das Jahr 2020 erfolgreich für die Baugenossenschaft Familienheim. Es sei jedoch mit Risiken für den weiteren Geschäftsverlauf zu rechnen, hieß es im Geschäftsbericht. Beim Rückblick wurde klar, auch an der Familienheim ging die Pandemie nicht folgenlos vorbei. Dennoch konnte der Vorstand bei der Vertreterversammlung im CCP am Samstag eine umfangreiche und erfolgreiche Tätigkeit mit eindrucksvollen Zahlen präsentieren.
Der Vorstandsvorsitzende Dirk Mees erläuterte den Geschäftsbericht. Einige Eckdaten: Ende 2020 befanden sich 2486 eigene Wohnungen im Bestand; das erzielte Jahresergebnis lag bei 910 000 Euro. Es ermöglichte eine Stärkung des Eigenkapitals und die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von vier Prozent.
Umfassende Modernisierung
Die Modernisierung des Bestands war und ist ein Schwerpunkt. Im Berichtsjahr 2020 wurde mit der Modernisierung von 95 Wohnungen begonnen, insgesamt wurden für Instandhaltung und Modernisierung 7,4 Millionen Euro ausgegeben. Besonders Mietshäuser, die zwischen 1950 und 1970 erbaut wurden, gelte es auch weiterhin, allumfassend zu modernisieren – vor allem, was die Wärmedämmung betreffe und die Anpassung der Bäder an heutige Standards, so Mees. Im satzungsgemäßen Turnus endete 2020 die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder Heidrun Frey, Joachim Grunwald und Hans Gölz-Eisinger. Alle drei wurden wiedergewählt.
Trotz Corona gab sich der Vorstand zuversichtlich. Denn die Bau- und Wohnungswirtschaft habe keinen spürbaren Einbruch erlitten. Der Geschäftsbetrieb sowie die Durchführbarkeit von Modernisierungs- und Baumaßnahmen der Genossenschaft blieben durchgehend aufrechterhalten. Allerdings sei von einer Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Lage auszugehen, heißt es im Geschäftsbericht. Die Unsicherheit der Entwicklung mache es schwierig, die Auswirkung zuverlässig einzuschätzen. Es sei jedoch mit Risiken für den künftigen Geschäftsverlauf zu rechnen. Zu nennen seien Risiken aus der Verzögerung bei Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Baumaßnahmen, verbunden mit dem Risiko von Kostensteigerungen und der Verzögerung geplanter Einnahmen. Darüber hinaus sei mit einem Anstieg der Mietausfälle zu rechnen. Durch die vorhandenen und noch zuzulassenden Impfstoffe bestehe aber die Chance, dass spätestens im vierten Quartal 2021 mehr Normalität eintritt.
Das Virus beeinträchtige selbst die Gestaltung der Versammlung. So entfiel die sonst übliche Baustellenrundfahrt zu den wichtigsten laufenden Projekten. Stattdessen erläuterte der technische Vorstand Paul Fotler Neubauobjekte und Modernisierungen anhand einer Power-Point-Präsentation.
So entstanden 2020 neu in Königsbach-Stein, Eisinger Straße 1, neun Mietwohnungen und an der Pforzheimer Postwiesenstraße 13-17 a insgesamt 36 Mietwohnungen. Saniert, umgebaut und modernisiert wurden in Pforzheim an der Bleichstraße 53/Kanalstraße 5 insgesamt 25 Mietwohnungen, in der Grenzstraße 7 acht Mietwohnungen und in der Lameystraße 16, 18, 20 zusammen 43 Wohnungen. In Remchingen-Wilferdingen, Nöttinger Straße 72-76, wurden 19 Mietwohnungen aufgewertet.
