Gemeinden der Region
Nordschwarzwald -  02.07.2020
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Bei jeder zweiten Firma läuft es schlecht: Umfrage der IHK Nordschwarzwald mit ernüchterndem Ergebnis

Pforzheim. Die Wirtschaft in der Region Nordschwarzwald ist von den Auswirkungen der Corona-Pandemie überdurchschnittlich stark betroffen. Dies ergibt die aktuelle Konjunkturbefragung der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald bei rund 260 Unternehmen. Knapp die Hälfte der befragten Firmen (49 Prozent) berichtet von schlecht laufenden Geschäften (Jahresbeginn: 10 Prozent), weitere 43 Prozent geben sie mit befriedigend an.

In Baden-Württemberg sei der Anteil der Unternehmen mit einer guten Geschäftslage auf lediglich 20 Prozent zurückgegangen, bei weiteren 41 Prozent laufen die Geschäfte ebenfalls schlecht. Symbolbild: Adbe Stock
In Baden-Württemberg sei der Anteil der Unternehmen mit einer guten Geschäftslage auf lediglich 20 Prozent zurückgegangen, bei weiteren 41 Prozent laufen die Geschäfte ebenfalls schlecht. Symbolbild: Adbe Stock

In Baden-Württemberg sei der Anteil der Unternehmen mit einer guten Geschäftslage auf lediglich 20 Prozent zurückgegangen, bei weiteren 41 Prozent laufen die Geschäfte ebenfalls schlecht. Somit haben die regionalen Unternehmen stärker als die Firmen auf Landesebene mit den Folgen des weltweiten Lockdowns zu kämpfen.

„Für unsere Firmen und die Region sind deshalb sowohl die im Konjunkturpaket der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen als auch die ergänzenden Hilfen des Landes besonders wichtig“, kommentiert IHK-Präsidentin Claudia Gläser.

Deutlicher Einbruch

Im Vergleich zum Beginn des Jahres werden die Einbrüche bei den Umsätzen und Erträgen besonders sichtbar. 81 Prozent der regionalen Firmen geben aktuell an, dass die Umsätze in den vergangenen vier Monaten gegenüber demselben Vorjahreszeitraum zurückgegangen seien. Im Vergleich zur Konjunkturbefragung zu Jahresbeginn und damit vor Ausbruch der Corona-Pandemie hat sich dieser Anteil nahezu verdoppelt.

Als überwiegend schlecht wird die Ertragslage beurteilt. Kontaktbeschränkungen, zeitweise geschlossene Grenzen, Stornierungen von Aufträgen und die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie wirken sich negativ auf die Bestellungen aus dem In- und Ausland aus. Bei einer Mehrheit von 63 Prozent sind die Auftragseingänge rückläufig, immerhin 17 Prozent geben eine höhere Nachfrage an.

Hoffnung auf das Jahr 2021

Die Corona-Pandemie hat das Wachstum der Weltwirtschaft verringert, den weltweiten Austausch von Waren und Dienstleistungen eingeschränkt und Lieferketten unterbrochen. 54 Prozent gehen in den kommenden Monaten von geringeren Exporten aus. Auf die Frage, wann sie mit einer Rückkehr zur Normalität ihrer Geschäfte rechnen, nennen mit 46 Prozent die meisten Firmen aus dem Nordschwarzwald das Jahr 2021.

Autor: ne