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Neulingen -  14.05.2026
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Benefizkonzert mit Motto „Mundwerk statt Orchester“

Bereicherung des Muttertages mit dem Karlsruher Vokalensemble „Kabinett“ in Bauschlott.

Das Karlsruher Vokalensemble „Kabinett“ bescherte am Abend des Muttertages ein besonderes Schmankerl mit A-cappella-Musik für die Seele. Zu hören waren sie im voll besetzten weißen Saal des Bauschlotter Schlosses unter dem Motto „Mundwerk statt Orchester“. Dies war ein weiteres Benefiz-Konzert für die teure Sanierung der evangelischen Kirche Bauschlott. Die Beziehung kam zustande, da Joachim Langnickel seit Herbst 2024 Dirigent des Sängerbundes Bauschlott ist, weshalb auch ein großer Anhang des Sängerbundes das Konzert besuchte.

Mit „Wochenend und Sonnenschein“ von den Comedian Harmonists hat die seit 35 Jahren bestehende Siebenergruppe bei herrlichem Wetter mit rund 24 Grad Celsius den „Nagel auf den Kopf getroffen“, auch wenn pünktlich zum Konzertende ein kühler Wind wehte und es zu regnen begann.

Sie boten eine Vokalreise quer durch alle Zeiten und Stile: Schlager der 1920er-Jahre etwa „Ich küsse ihre Hand Madame“, Jazz Standards wie „Georgia on my mind“ und geistliche Lieder von Schubert und Schumann. Alles wurde mit großer Leidenschaft gesungen. Die Musiker ließen ihre Stimmen verschmelzen und lösten die ganz besondere A-cappella-Gänsehaut beim Publikum aus. Als Barock aus dem 17. Jahrhundert war „Laudate Dominum“ (Lobt den Herrn) zu hören. „Halleluia“ das wiederholt gesungen wurde, bestand nur aus diesem Wort und Amen. Als Akkordeon-Solist trat Friedrich Ruppert auf, mit dem Instrument des Jahres 2026. Beim letzten Titel „Wel´ll meet again“ betonte Ingolf Baur, der Stücke teils heiter moderierte: „Und wenn es erst im Jenseits ist.“ Schmunzelnd hatte er den Muttertag als wichtigsten Tag nach der Champions-League bezeichnet. Er bedankte sich bei Schlossherrin Angelika von Eckartsberg, dass das Ensemble im Schloss auftreten durfte. Diesen Dank entgegnete Pfarrer Dr. Holger Müller an die Gruppe. Nach dem frenetischen Applaus und Zugabe Zurufen konnte sich das „Kabinett“ nicht versagen diese durch ein Lied und einem Akkordeon-Stück durch Ruppert zu erfüllen. Die Kollekte des Konzerts betrug 1393 Euro. Außerdem befand sich eine anonyme Einzelspende über 1000 Euro in der Spendenkirche. Somit wuchs die Spendensammlung auf über 138.000 Euro an.