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Kämpfelbach -  28.09.2026
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Beschaffung hat viel Zeit und Geld gekostet: Neues Fahrzeug bringt neue Stärke für Kämpfelbach

Kämpfelbach. Der Unterschied ist deutlich. Nicht umsonst hat die Feuerwehr die beiden Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge direkt nebeneinandergestellt: das knapp 30 Jahre alte neben das neue, das im Juni nach Kämpfelbach gekommen ist. „So ein Auto wird nicht für die Feuerwehr gekauft, sondern für die gesamte Gemeinde, für alle Bürger“, sagt Bürgermeister Thomas Maag bei der feierlichen Übergabe.

Kreisbrandmeister Carsten Sorg, Pfarrer Joachim Viedt, Verbandsvorsitzender Kevin Rössle, Bürgermeister Thomas Maag, Koordinator Nico Bischoff, Kommandanten-Stellvertreter Daniel Kopold und Kommandant Thomas Heckmann (von links) mit dem neuen Fahrzeug.
Kreisbrandmeister Carsten Sorg, Pfarrer Joachim Viedt, Verbandsvorsitzender Kevin Rössle, Bürgermeister Thomas Maag, Koordinator Nico Bischoff, Kommandanten-Stellvertreter Daniel Kopold und Kommandant Thomas Heckmann (von links) mit dem neuen Fahrzeug. Foto: Nico Roller

Für den Rathauschef ist das neue Fahrzeug „ein Invest in unsere Sicherheit“ und seine Indienststellung eine „unheimlich tolle Sache“. Denn er weiß, wie viel Zeit, Mühe und Arbeit die Kameraden in die Planung und Beschaffung des Fahrzeugs investiert haben. Vier Jahre hat es von den ersten Planungen über die Produktionsphase und Übungszeit gedauert, bis das Fahrzeug einsatzfähig war. „Wir sind alle ziemlich stolz darauf“, sagt Nico Bischoff, der die Beschaffung federführend koordiniert hat, unterstützt von einem Fachplaner. Er erinnert sich noch genau, wie viele Abstimmungen und Sitzungen notwendig waren, auch wegen kleiner Details, die im Einsatz aber eine große Bedeutung haben können.

Dass die Beschaffung notwendig war, steht für ihn außer Frage. Denn das vorhandene Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug hat 1997 das Licht der Welt erblickt und seine besten Tage bereits hinter sich. Ziel war es, einen Nachfolger zu finden, der zur Kämpfelbacher Feuerwehr passt und den örtlichen Anforderungen gerecht wird, etwa der Bahnlinie und der Bundesstraße.

Zukunftsfähige Feuerwehr

230 Stunden haben die Mitglieder des Arbeitskreises in das Projekt investiert: ehrenamtlich, in ihrer Freizeit und immer mit dem Ziel, die Feuerwehr zukunftsfähig aufzustellen. Das neue Fahrzeug basiert auf einem Gestell des Herstellers MAN, hat 320 Pferdestärken, einen Aufbau von Magirus und eine „Ausstattung weit über der Normbeladung“, die laut Bischoff mit „viel Herzblut und Erfahrung“ für die Bedürfnisse und Gegebenheiten vor Ort konzipiert wurde. Um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu erhöhen, bietet sie zahlreiche Assistenzsysteme.

Rund 630.000 Euro hat das Fahrzeug insgesamt gekostet, abzüglich eines Zuschusses von knapp 100.000 Euro, den der Enzkreis aus Landesmitteln gewährt hat. Für Kreisbrandmeister Carsten Sorg ist die Beschaffung „ein ganz wichtiger Meilenstein“ für die Kämpfelbacher Wehr und eine sinnvolle Investition in die Sicherheit aller Bürger. Umgerechnet auf eine Nutzungsdauer von 25 Jahren, hat es die Gemeinde knapp 70 Euro am Tag gekostet. Sorg bezeichnet es als „Allzweckwaffe für die Gemeinde“, die dabei helfen soll, dem immer größer werdenden Einsatzspektrum zu begegnen. „Die Anforderungen für Feuerwehren haben sich erheblich gewandelt“, sagt der Kreisbrandmeister, der dabei unter anderem an Extremwetter und Elektromobilität denkt. Bei der feierlichen Übergabe überreicht er einen großen Schlüssel aus Hefezopf an Kommandant Thomas Heckmann, der voll des Danks ist und sich freut, „so motivierte Kameraden an meiner Seite zu haben“. Er fand es überwältigend, wie viele von ihnen vor dem Feuerwehrhaus auf die Ankunft derjenigen gewartet haben, die das Fahrzeug in Ulm abgeholt haben.