Gemeinden der Region
Schömberg -  10.10.2021
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Bilder über den ganzen Ort verteilt zu sehen: Schömberger Fotoherbst findet zum 16. Mal statt

Schömberg. Auch als das junge Streichertrio von „Musik auf der Höhe“ die Ausstellung musikalisch eröffnete, blieben die Fotos an den Wänden des Rathauses für die zahlreichen Gäste im Mittelpunkt des Interesses. Hat sich doch der Schömberger Fotoherbst, ein internationales Festival für serielle Reise- und Reportagefotografie, das 1998 aus der Taufe gehoben wurde und dieses Jahr zum 16. Mal stattfindet, zu einem Treffpunkt sowohl begeisterter Foto-Amateure wie anerkannter Profi-Fotografen und jetzt auch Jungfotografen entwickelt.

Ein Prosit auf den Fotoherbst: Matthais Leyn und Yvonne Kübler. Foto: G. Meyer
Ein Prosit auf den Fotoherbst: Matthais Leyn und Yvonne Kübler. Foto: G. Meyer

Dass der jurierte Wettbewerb nicht nur bei den Machern selbst, sondern ebenso beim Publikum steigende Anerkennung und Akzeptanz genießt, bewies sich am Freitagabend – „ein besonderes Erlebnis“ nannte auch Bürgermeister Matthias Leyn bei der Vernissage die Begegnung mit den Bildern.

Parallel zur Steigerung der Teilnehmerzahl hat sich die Anzahl der Exponate erhöht. Mehr als 500 Bilder zeigen ein optisch wie thematisch breit gestreutes Spektrum und auch, wie unterschiedlich die Linse auf ein Objekt gerichtet sein kann, wie die eigenständige Sichtweise der Fotografen den Horizont verschieben kann. Besonders deutlich wird das an der Serie „Sternenkinder“, die auch für Kuratorin Yvonne Kübler und die Jury ein berührendes Erlebnis darstellte. Ohne sich in die Trauer der Eltern zu drängen, wird hier der Abschied von einem kleinen Wesen dargestellt, das nicht lebensfähig war.

Beeindruckend auch die feste Eingebundenheit des „Fotoherbstes“ in das Schömberger Gemeindeleben. Ein größtenteils ehrenamtlich agierendes Projektteam, Verwaltung und Einzelhandel arbeiten Hand in Hand – hinzukommen Sponsoren.

„Der Fotoherbst ist eng mit der Gemeinde verbunden“, unterstrich das Leyn, der darauf hinwies, dass der Wettbewerb, mit über 9000 Euro ausgelobt werden konnte: „Der Neuanfang ist mehr als gelungen. Wir können stolz sein“.

Zu sehen sind die Profi-Bilder, sowohl Serien als auch Einzelfotos, noch bis zum 7. November im Rathaus, dem Kurhaus, dem Kurpark und dem Museum Haus Bühler. Der Einzelhandel bietet darüber hinaus mit seinen Schaufenstern den Foto-Amateuren Ausstellungsraum. Geboten wird außerdem ein Rahmenprogramm, das am 17. Oktober mit einer Fototour zum Thema Totholz, einer Live-Reportage zum „Abenteuer Ozean“, am 22. Oktober mit einem Abend der Fotoclubs aus der Region im Kurhaus, sowie am 7. November mit dem Improtheater Tübingen aufwarten kann. Zur Ausstellung liegt auch ein umfangreicher Katalog vor.

Autor: Gabriele Meyer