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Ölbronn-Dürrn -  07.07.2026
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Cannabis-Plantage in Ölbronn: Polizei spricht vom größten Fund seit Jahren

Man kann von einem Zufallsfund sprechen – der hatte es aber in sich. Vergangene Woche hat die Polizei eine Cannabis-Plantage in Ölbronn-Dürrn ausgehoben. Wie Polizeisprecher Benjamin Koch nun auf PZ-Anfrage mitteilt, gab es in den vergangenen Jahren für das Polizeipräsidium Pforzheim kein vergleichbares Ermittlungsverfahren, bei dem eine derart große Menge an Indoor-Cannabispflanzen sichergestellt wurden.

Seit April 2024 gilt bundesweit eine Cannabis-Teillegalisierung.
Über 500 voll entwickelte Pflanzen und hunderte Ableger hat die Polizei in einer Scheune in Ölbronn-Dürrn sichergestellt. Foto: DPA | Christian Charisius

Über 500 ausgewachsene Pflanzen und mehrere Hundert Ableger haben die Beamten in der Scheune in der Unteren Steinbeisstraße in Ölbronn gefunden. Der Tatverdacht richtet sich nun gegen mehrere Personen. Inwiefern diese involviert waren und welche Rolle sie hatten, sei Gegenstand der Ermittlungen, so Koch. Die Täter wollten sich mit der Plantage eine „fortlaufende Einnahmequelle“ sichern und hätten weitgehend professionell gehandelt. Die Stromzufuhr ist laut Polizei illegal angezapft worden und ebenso gebe es Anhaltspunkte, dass Wasser vor der Wasseruhr entnommen wurde. Darüber hinaus seien diverse Vorkehrungen getroffen worden, damit Nachbarn keinen Verdacht schöpfen, und eine Abluftanlage verbaut worden. Die Polizei hatte im Vorfeld keine Kenntnis von der Plantage. Das Anwesen bestehe aus mehreren Objekten und sei von außen nicht einsehbar. Die sichergestellten Cannabispflanzen sind verwahrt und asserviert worden. Teile davon werden vom Landeskriminalamt auf ihren Wirkstoffgehalt untersucht. Später würden sie dann vom Landeskriminalamt vernichtet, so Koch.