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Pforzheim -  04.11.2026
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Chaos in Würm und auf dem Forststräßchen: Auf den Umleitungen nach Huchenfeld hakt es gewaltig

Pforzheim. Huchenfeld/Würm. Noch bis Ende November erneuert das Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe die Fahrbahn der Landesstraße vom Pforzheimer Kupferhammer bis Huchenfeld. Doch über den Umleitungsverkehr für die gesperrte Strecke machen Autofahrer und vor allem Anwohner im Stadtteil Würm ihrem riesigen Ärger richtig Luft.

Sperrung Huchenfeld Umleitung Würm
Umleitungsschild vor Würm führt in die Irre: Nur Lkw-Fahrer müssen Richtung Neuhausen, aber Pkw-Fahrer dürfen rechts nach Würm und Huchenfeld abbiegen. Foto: Röhr

Zudem wird das enge Forststräßchen zwischen Huchenfeld und Dillweißenstein mittlerweile zum Schleichweg für genervte Autofahrer – selbst Fahrer von Kleinlastern nehmen diese holprige Abkürzung, die für den Schwerverkehr nicht zulässig ist. Die PZ stellt die Brennpunkte vor, über die sich zahlreiche Fahrer und Bewohner aufregen.

Schilderfehler vor Würm: Ein gelbes Umleitungsschild kurz vor der Würmer Brücke führt Autofahrer, die vom Kreisel am Kupferhammer her anrollen, in die Irre: Demnach sollen dort alle Fahrer geradeaus weiter zur Umleitungsstrecke über Neuhausens Ortsteil Steinegg und Hohenwart nach Huchenfeld – jedoch gilt laut RP diese weite Kurve nur für Lkw-Fahrer. Wer mit dem Pkw unterwegs ist, kann jedoch über die Würmer Brücke und die innerörtlichen Wohnstraßen schneller nach Huchenfeld kommen.

Tatsächlich biegen die ortskundigen Fahrer dort auch in das Wohngebiet ab, im Schlepptau schließen sich allerdings auch gleich einige Speditionsfahrzeuge an. Schwerlastfahrer müssen den großen Bogen übers Biet benutzen, zumal auf der Würmer Brücke eine Beschränkung auf höchstens 30 Tonnen vorgeschrieben ist.

Nur langsam geht’s durch Würm

Durch den Würmer Stadtteil kommen die Autoschlangen Richtung Huchenfeld nur beschwerlich und oft nur im Schritttempo vorwärts – denn viele Einwohner haben ihre Fahrzeuge am Straßenrand abgestellt. Durchgehende Parkverbote, wie sie bei solchen Umleitungen üblich sind, gibt es nicht.

Doch wer ist für den Verkehr zuständig? Und wer ist für falsche Ausschilderungen verantwortlich? Die Pforzheimer Rathausverwaltung sieht die Bauherrschaft in der Pflicht, für klare Verhältnisse zu sorgen. „Die Anordnung für die Umleitungsmaßnahmen kam im Gesamten vom Regierungspräsidium Karlsruhe“, teilte die Pressestelle der Stadt auf Anfrage mit.

Und was sagt das RP?

„Tatsächlich fehlt vor Würm noch ein Verkehrszeichen, dieser Mangel wird kurzfristig behoben“,

so Annika Frank als stellvertretende RP-Sprecherin.

Und in den Straßen durch Würm habe das RP „bisher auch auf Bitte der Verkehrsbehörde der Stadt Pforzheim auf weitere Halteverbote verzichtet, um die Anwohner nicht zusätzlich zu belasten“. Das RP habe im ersten Schritt Parkverbote in Würm deshalb entlang der Emil-Kollmar-Straße sowie in Huchenfeld an der Würmer Straße angeordnet. Sollten jedoch „noch Anpassungen erforderlich werden“, werde sich das RP „mit den zuständigen Stellen abstimmen“.

Auf den zunehmenden Verkehr über den Schleichweg Forststräßchen hat indes die Pforzheimer Polizei rasch reagiert. „Dieses Problem ist uns bereits bekannt, regelmäßig fahren dort Streifen vorbei“, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Pforzheim. Schwere Lastwagen über 2,8 Tonnen dürften die Strecke zwischen Huchenfelds Ortsmitte und Dillweißenstein nicht benutzen. Selbst für Pkw-Fahrer wird es auf diesem schmalen Weg recht eng. Manchmal müssen Fahrer auf meist unbefestigte Seitenstreifen ausweichen. Es gibt mehrere Buchten, um gefahrlos aneinander vorbeizukommen, aber die wenigsten nutzen diese Zonen.