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Knittlingen -  02.02.2026
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Den richtigen Beruf finden: Rekordbeteiligung bei Ausbildungsbörse an der Faust-Schule Knittlingen

Knittlingen. Knittlingen. Die Wahl des Berufs ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben des Menschen. Immerhin verbringt man einen großen Teil des Erwachsenenalters im Beruf. Dazuhin beziehen viele Menschen ihr Selbstvertrauen aus Erfolgen bei der Arbeit. Eine erfüllende Tätigkeit kann sich positiv auf die Gesundheit und das ganze Lebensgefühl auswirken. Nicht zuletzt hängen das Einkommen, der Wohnort und die Strukturierung der Lebenszeit vom Beruf ab. Doch wie findet ein junger Mensch den „richtigen“ Beruf?

Freuen sich über den Zuspruch (von links): Marc Sautter, für Berufsorientierung zuständige Lehrkraft, Catarina Haberstroh,Stellvertretende Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Pforzheim-Enzkreis, Thomas Rathgeb, Schulleiter von derDr. Johannes-Faust-Schule, Alexander Kozel, Knittlingens Bürgermeister, Benjamin Hemberger, Schulleiterstelvertreter.
Freuen sich über den Zuspruch (von links): Marc Sautter, für Berufsorientierung zuständige Lehrkraft, Catarina Haberstroh,Stellvertretende Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Pforzheim-Enzkreis, Thomas Rathgeb, Schulleiter von derDr. Johannes-Faust-Schule, Alexander Kozel, Knittlingens Bürgermeister, Benjamin Hemberger, Schulleiterstelvertreter. Foto: Bastian

Neben Familie und privatem Umfeld fällt den Schulen hier eine entscheidende Rolle zu. Sie arbeiten mit der Arbeitsagentur zusammen, bieten Tests und Kurse an, vermitteln in den höheren Klassen, wie man Bewerbungen und einen Lebenslauf schreibt und sich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereitet, ermöglichen einwöchige Praktika (BOGMS, BORS, BOGY) in den verschiedensten Berufsfeldern und fördern den Besuch von Ausbildungsmessen.

Zahlreiche Firmen vor Ort

In enger Kooperation mit der Stadt Knittlingen, dem Gewerbeverein Knittlingen, der Agentur für Arbeit Pforzheim veranstaltete die Dr. Johannes-Faust-Schule am Samstag die 26. Ausbildungsstellenbörse im B- und C-Bau der Verbundschule. Interessierte Jugendliche und ihre Eltern konnten sich unverbindlich und kostenfrei über Praktikumsplätze, Berufsbilder, weiterführende Schulen und Ausbildungsbetriebe informieren und sich beraten lassen. In diesem Jahr waren es 43 Betriebe, Einrichtungen und weiterführende Schulen, die sich dem stattlichen Ansturm stellten – so viele wie noch nie. Anknüpfend an die guten Erfahrungen im letzten Jahr gab es auch diesmal wieder Vorträge zahlreicher Ausbildungsbetriebe, darunter Atlas Copco, Fa. Kieselmann, Berufliche Schulen in Bretten und Mühlacker, Fa. Harsch Bau, Fa. Notter, Pflegezentrum „Wiesengrund“, Fa. Richard Wolf, S&M Steuerberater, Blanc und Fischer, AOK Nordschwarzwald und die Bundespolizei. Die Schülerinnen und Schüler der Realschulklassen acht und neun erhielten ein „Börsenheft“ und nahmen verpflichtend an zwei Beratungsgesprächen mit Firmen beziehungsweise weiterführenden Schulen teil und besuchten einen Vortrag ihrer Wahl. Der Inhalt der Gespräche und Vorträge soll im Unterricht noch weiter thematisiert werden.

Ein paar Stimmen aus einem Pressegespräch mit Schulleiter Thomas Rathgeb, seinem ersten Stellvertreter Benjamin Hemberger, der stellvertretenden Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Pforzheim-Enzkreis, Catarina Haberstroh, Bürgermeister Alexander Kozel und der für die Berufsorientierung zuständigen Lehrkraft Marc Sautter: „Die Not, qualifizierte Arbeitskräfte zu finden, ist aktuell sehr groß“, findet Rathgeb. „Wir veranstalten die Börse da, wo sich die Schülerinnen und Schüler auskennen und keine Schwellenangst haben“, sagt Hemberger. „Wir hoffen, dass alle Jugendlichen in der Stadt und darüber hinaus einen Ausbildungsplatz finden. Die Millionen, die wir in die Schule gesteckt haben, werden sich, wie wir glauben, auszahlen“, so Kozel. „Wir spüren den Druck der Industrie. Wir brauchen mehr Jugendliche, die ins Handwerk gehen, denn dieses hat tatsächlich goldenen Boden, was immer schon so war“, betont Haberstroh. „Gerade das Handwerk bietet viele erfüllende und sinnstiftende Tätigkeiten, davon bin ich überzeugt“, sagt Haberstroh.