Gemeinden der Region
Nordschwarzwald -  25.01.2021
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Der Bilderbuch-Winter und die Schattenseiten im Nordschwarzwald

Selbst hartgesottene Nordschwarzwälder staunen über die Schneemassen, die spätestens seit Montag überall auf den Höhenlagen für Winterstimmung, aber auch für teilweise gefährliche Situationen sorgen. So viel Schnee gab es schon lange nicht mehr, ist die einhellige Meinung der räumdiensterprobten Experten aus den Bauhöfen. Überall muss Streusalz nachgeordert werden. Auf dem Sommerberg warnt der Revierförster vor Schneebruch. Auf den Straßen hielt sich am Montag das Chaos aber in Grenzen. Ein Überblick:

Winterreifen sind überall in den Höhenlagen der Region Pflicht. Auch in Engelsbrand geht es nur im Schneckentempo vorwärts. Foto: Klaus Kaiser
Winterreifen sind überall in den Höhenlagen der Region Pflicht. Auch in Engelsbrand geht es nur im Schneckentempo vorwärts. Foto: Klaus Kaiser

Bad Wildbad - Streusalzlager zu klein

Für die schneeerprobten Mitarbeiter des Bad Wildbader Baubetriebshofs ist die aktuelle Wintersaison ein Kraftakt. „Wir sind seit sechs Wochen jede Nacht unterwegs“, berichtet Baubetriebshofleiter Samuel Mostroph im PZ-Gespräch. Die Strecke, die er und seine rund 20 Kollegen Nacht für Nacht ab 4.30 Uhr bewältigen müssen ist riesig. Insgesamt 83 Straßenkilometer zwischen Calmbach und Aichelberg gilt es, von Schnee und Eis zu befreien, damit im morgendlichen Berufsverkehr kein Chaos ausbricht. Hinzu kommen viele Steigungen und Fußwege. „Solche Schneemengen hatten wir in den letzten fünf bis sechs Jahren nicht mehr“, so Mostroph nach der bisher härtesten Nacht von Sonntag auf Montag. Da in Bad Wildbad die alte Salzhalle einem Parkplatz weichen musste (die PZ hat berichtet), haben sich die Lagerkapazitäten für das Streusalz verringert. In der alten Halle konnten knapp 500 Tonnen Salz gelagert werden, im Baubetriebshof nur 200 Tonnen. Nun versucht Mostroph händeringend Streusalz nachzubestellen.

Es schneit und schneit und schneit: In Pforzheim und der Region fallen an diesem Montag schier ununterbrochen Schneeflocken vom Himmel. PZ-Fotograf Thomas Meyer hat die weiße Pracht in Bildern festgehalten. Fotos: Meyer
Es schneit und schneit und schneit: In Pforzheim und der Region fallen an diesem Montag schier ununterbrochen Schneeflocken vom Himmel. PZ-Fotograf Thomas Meyer hat die weiße Pracht in Bildern festgehalten. Fotos: Meyer
Es schneit und schneit und schneit: In Pforzheim und der Region fallen an diesem Montag schier ununterbrochen Schneeflocken vom Himmel. PZ-Fotograf Thomas Meyer hat die weiße Pracht in Bildern festgehalten. Fotos: Meyer
Es schneit und schneit und schneit: In Pforzheim und der Region fallen an diesem Montag schier ununterbrochen Schneeflocken vom Himmel. PZ-Fotograf Thomas Meyer hat die weiße Pracht in Bildern festgehalten. Fotos: Meyer
Es schneit und schneit und schneit: In Pforzheim und der Region fallen an diesem Montag schier ununterbrochen Schneeflocken vom Himmel. PZ-Fotograf Thomas Meyer hat die weiße Pracht in Bildern festgehalten. Fotos: Meyer
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Es schneit und schneit und schneit: In Pforzheim und der Region fallen an diesem Montag schier ununterbrochen Schneeflocken vom Himmel. PZ-Fotograf Thomas Meyer hat die weiße Pracht in Bildern festgehalten. Fotos: Meyer
Es schneit und schneit und schneit: In Pforzheim und der Region fallen an diesem Montag schier ununterbrochen Schneeflocken vom Himmel. PZ-Fotograf Thomas Meyer hat die weiße Pracht in Bildern festgehalten. Fotos: Meyer
Es schneit und schneit und schneit: In Pforzheim und der Region fallen an diesem Montag schier ununterbrochen Schneeflocken vom Himmel. PZ-Fotograf Thomas Meyer hat die weiße Pracht in Bildern festgehalten. Fotos: Meyer
Es schneit und schneit und schneit: In Pforzheim und der Region fallen an diesem Montag schier ununterbrochen Schneeflocken vom Himmel. PZ-Fotograf Thomas Meyer hat die weiße Pracht in Bildern festgehalten. Fotos: Meyer
Es schneit und schneit und schneit: In Pforzheim und der Region fallen an diesem Montag schier ununterbrochen Schneeflocken vom Himmel. PZ-Fotograf Thomas Meyer hat die weiße Pracht in Bildern festgehalten. Fotos: Meyer
Es schneit und schneit und schneit: In Pforzheim und der Region fallen an diesem Montag schier ununterbrochen Schneeflocken vom Himmel. PZ-Fotograf Thomas Meyer hat die weiße Pracht in Bildern festgehalten. Fotos: Meyer
Es schneit und schneit und schneit: In Pforzheim und der Region fallen an diesem Montag schier ununterbrochen Schneeflocken vom Himmel. PZ-Fotograf Thomas Meyer hat die weiße Pracht in Bildern festgehalten. Fotos: Meyer
Es schneit und schneit und schneit: In Pforzheim und der Region fallen an diesem Montag schier ununterbrochen Schneeflocken vom Himmel. PZ-Fotograf Thomas Meyer hat die weiße Pracht in Bildern festgehalten. Fotos: Meyer
Es schneit und schneit und schneit: In Pforzheim und der Region fallen an diesem Montag schier ununterbrochen Schneeflocken vom Himmel. PZ-Fotograf Thomas Meyer hat die weiße Pracht in Bildern festgehalten. Fotos: Meyer
Es schneit und schneit und schneit: In Pforzheim und der Region fallen an diesem Montag schier ununterbrochen Schneeflocken vom Himmel. PZ-Fotograf Thomas Meyer hat die weiße Pracht in Bildern festgehalten. Fotos: Meyer
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Es schneit und schneit und schneit: In Pforzheim und der Region fallen an diesem Montag schier ununterbrochen Schneeflocken vom Himmel. PZ-Fotograf Thomas Meyer hat die weiße Pracht in Bildern festgehalten. Fotos: Meyer
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Sommerberg - Gefahr durch Schneebruch

Die Schneemassen machen dem Ausflugsverkehr auf dem Sommerberg einen Strich durch die Rechnung. War der Bad Wildbader Hausberg in den ersten Wochen des Jahres noch ein beliebtes Ziel für Lockdown geplagte Zeitgenossen, kann ein Ausflug dorthin nun sogar gefährlich werden. „Ich empfehle, dringend davon abzusehen, auf dem Sommerberg im Wald unterwegs zu sein“, warnt Revierförster Andreas Wacker. Das Problem: Es besteht eine erhebliche Schneebruchgefahr. Einige stattliche Bäume sind unter der Last bereits zusammengebrochen. „Wir haben da oben 50 bis 60 Zentimeter nassen schweren Schnee“, berichtet Wacker. Zusätzlich zum Schneebruch gibt es auch Verwehungen. Wer trotzdem die weiße Pracht auf dem Sommerberg genießen möchte, hat die Möglichkeit auf einem geräumten Rundweg zu spazieren. Forstwirt Martin Haag war gestern damit beschäftigt, trotz Dauerschneefalls, die Strecke zwischen Peter-Liebig-Weg und Parallelweg für Fußgänger sicher zu machen. Alle anderen Wege auf dem Sommerberg sind für Wanderer aus Sicherheitsgründen im Moment aber tabu.

Engelsbrand - überraschend viele Tonnen Salz verbraucht

„So andauernd und lange war schon lange kein Winter mehr. Das ist wirklich anstrengend. Der Winter fordert von uns alles ab“, sagt Engelsbrands Bauhofleiter Jochen Nonnenmann. Er und seine Kollegen arbeiten an Tagen wie am Montag im Zwei-Schicht-Betrieb. Über 100 Tonnen Streusalz haben die Bauhofmitarbeiter in dieser Saison bereits ausgebracht und ein Ende ist nicht in Sicht. Zum Vergleich: Im Winter 2019/2020 waren es insgesamt 50 Tonnen. Die Gemeinde hat einen Salzliefervertrag. So muss sie sich wenigstens keine Sorgen um Nachschub machen.

Schömberg - zuerst Steil- und Busstrecken gestreut

Wie in den anderen Orten werden die Steil- und Busstrecken in Schömberg als erstes geräumt, wie Bauhofleiter Manfred Hölzle berichtet. Seine 14 Mitarbeiter sind von 4.30 Uhr bis 21 Uhr auf den Straßen der Höhengemeinde unterwegs. 300 Tonnen Streusalz benötigen sie pro Winter normalerweise. „Das wird dieses Mal nicht ganz reichen“, prophezeit Hölzle.

Die Situation auf den Straßen

Auf winterglatten und schneebedeckten Fahrbahn ereigneten sich am Montag, laut Polizei, mehrere Verkehrsunfälle. Bei Engelsbrand kam es im Grösseltal auf der L338 zu erheblichen Verkehrsbehinderungen aufgrund schneebedeckter und winterglatter Fahrbahn. Auf der L1134 ereignete sich gegen 10.45 Uhr zwischen Dürrmenz und Pinache ein Unfall, da ein Lastwagen aufgrund von Schneeglätte von der Straße abkam. Die Straße musste wegen Bergungsarbeiten bis 15.40 Uhr gesperrt werden. Verletzt wurde niemand. In Pforzheim rutschte ein Fahrzeug an der Kanzlerstraße in ein Streufahrzeug und es kam zum Unfall. An der Hagenschießstraße kam ebenfalls ein Fahrzeug ins Rutschen und touchierte dabei ein geparktes Auto. Verletzt wurde in beiden Fällen niemand.

Autor: Nicole Biesinger