Gemeinden der Region
Ölbronn-Dürrn -  31.08.2026
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Der beste Braten hängt am Spieß: Damit zieht der Dürrner Obst- und Gartenbauverein die Menschen an

Ölbronn-Dürrn. In Reih und Glied liegen die Spieße nebeneinander auf der viereckigen, metallenen Konstruktion, die etwa hundert Meter von der Halle entfernt auf einer Wiese steht. Langsam und schonend gart auf ihnen das Fleisch, bis es zart und saftig ist: genauso wie es sein muss. Mit Zwiebelgemüse und Weckle serviert, steht der Spießbraten im Mittelpunkt des Fests, das der Dürrner Obst- und Gartenbauverein am Sonntag rund um die örtliche Gemeindehalle ausgerichtet hat – mit einer Resonanz, die Hartmut Filsinger als überwältigend bezeichnet.

Friedemann Funk kümmert sich um den Spießbraten und freut sich über die tatkräftige Unterstützung junger Vereinsmitglieder. Neben ihm hat der 15-jährige Max alles im Griff.
Friedemann Funk kümmert sich um den Spießbraten und freut sich über die tatkräftige Unterstützung junger Vereinsmitglieder. Neben ihm hat der 15-jährige Max alles im Griff. Foto: Nico Roller

Der Vorsitzende zeigt sich allein schon deshalb hochzufrieden, weil schon eine Viertelstunde nach Festbeginn alle Biertischgarnituren besetzt waren.

„Heute sind wir überrannt worden“, sagt Filsinger: „Wir hatten von Anfang an volles Haus.“

Für ihn und seine Vereinskollegen ist die Veranstaltung ein Großprojekt, das sich nur stemmen lässt, weil zahlreiche Menschen an einem Strang ziehen: ehrenamtlich und in ihrer Freizeit. „Wir haben einen guten Zusammenhalt.“ Um die 50 Helfer sind am Sonntag im Einsatz, darunter viele junge und einige aus dem Nachbarort Ölbronn.

Dass sich immer genügend finden, führt Filsinger nicht nur auf die kurzen Schichten und den lockeren, wertschätzenden Umgang untereinander zurück, sondern auch auf das neue Computersystem, das die Abläufe beim Aufnehmen und Abarbeiten der Bestellungen deutlich vereinfacht. Am Sonntag bestellen die Gäste so fleißig, dass die Helfer bereits nach anderthalb Stunden die letzten Spieße auf den Grill legen. Vier Tage vorher haben sie das Fleisch in rund 50 Gramm schwere Stücke geschnitten und eingelegt: in eine mit Sonnenblumenöl vermengte, von einem Freund des Vereins bezogene, mehr als 60 Jahre alte Gewürzmischung, deren Zusammensetzung streng geheim ist. „Das macht unseren Spießbraten so einzigartig“, sagt Friedemann Funk, der als gelernter Metzger für das Kulinarische zuständig ist.