Gemeinden der Region
Remchingen -  21.05.2026
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Diakonie-Angebote hoch im Kurs: Neben täglich 300 Pflegeeinsätzen sind die Remchinger in vielen Bereichen unterwegs

Remchingen. „Wenn man ein spannendes Aufgabenfeld sucht, darf man zur Remchinger Diakoniestation kommen“, stellte am Dienstagabend der ehrenamtliche Vorsitzende Karl-Heinz Stengel mit Blick auf immer wieder neue Herausforderungen und Tätigkeitsbereiche fest, denen sich die Station stellt. Dass diese mittlerweile weit über die klassische Alten- und Krankenpflege hinausreichen, verdeutlichte die Kuratoriumssitzung mit Vertretern der mittlerweile fusionierten evangelischen Kirchengemeinde Remchingen als Träger der Station und der Kommune.

Über einen positiven Rückhalt aus der Bevölkerung freut sich das Kuratorium der Remchinger Diakoniestation um den ehrenamtlichen Vorsitzenden Karl-Heinz Stengel (links).
Über einen positiven Rückhalt aus der Bevölkerung freut sich das Kuratorium der Remchinger Diakoniestation um den ehrenamtlichen Vorsitzenden Karl-Heinz Stengel (links). Foto: ZAC

Stengel blickte auf 660 betreute Kunden in Remchingen – etwa die Hälfte davon mit regelmäßigem Pflegebedarf. So gibt es täglich fast 300 Pflegeeinsätze, koordiniert von der neuen Pflegedienstleiterin Katharina Ratzel und ihrem Team. Erfreulicherweise habe die Station im vergangenen Jahr für offene Stellen einige neue Mitarbeiter gewinnen können. Die Wohngemeinschaften für Senioren, Menschen mit Behinderung und Menschen mit Demenz in Wilferdingen und Nöttingen haben dazu beigetragen, dass die Station mittlerweile 100 Mitarbeitende beschäftigt, verteilt auf etwa 50 Vollzeitstellen. Hinzu kommen rund 50 Nachbarschaftshelfer und fast 100 Ehrenamtliche, die sich um Betreuungsangebote, den Tafelladen, die Kleiderstuben oder die Veeh-Harfen-Arbeit kümmern.

Im Jahr 2025 waren es insbesondere Spenden in Höhe von 150.000 Euro, die für einen positiven Jahresabschluss sorgten. „Die Ergebnisse sprechen für sich“, freute sich Bürgermeisterin Julia Wieland. „Aber auch abseits der Zahlen leistet ihr eine wichtige, wertvolle und tolle Arbeit in unserer Gemeinde.“ Und bald auch darüber hinaus: Zum Mai 2027 ist der Bezug der im Neubau befindlichen 29 betreuten Wohnungen in Kleinsteinbach geplant, deren Betreuung wie berichtet die Remchinger Station übernehmen wird.

Im Anschluss wählte die Mitgliederversammlung einstimmig und mit viel Lob Stengel nach 33 Jahren erneut zum Vorsitzenden der Station und bestätigte ebenso seine Stellvertreter Tomislav Glavas, Michael Wangner sowie Pfarrer Rudolf Kaltenbach.