Die Freude überwiegt: Erster Arbeitstag für Remchingens neue Bürgermeisterin
Remchingen. Der erste Arbeitstag ist für viele mit gemischten Gefühlen verbunden. So auch für Julia Wieland, der neuen Bürgermeisterin von Remchingen. Sie war „freudig aufgeregt“ und hat vor ihrem ersten Erscheinen im Rathaus „unruhig geschlafen“, wie sie der PZ berichtet.
Ihr erster Tag begann dann, wie er bei vielen beginnt: Rechner hochfahren, Unterlagen verstauen, sich bei den neuen Kollegen vorstellen. Nicht ganz gewöhnlich ging es dann allerdings weiter mit vier Vorstellungsgesprächen. Eine Stelle im Rechnungsamt müsse besetzt werden, sagt sie. Mit den Bewerbern sei sie zufrieden gewesen.
Ganz fremd sei ihr der neue Arbeitsplatz nicht, betont sie. Drei Monate ist die Bürgermeisterwahl in Remchingen her, bei der sich Wieland mit deutlicher Mehrheit gegen ihre drei Kontrahenten – darunter auch Gerd Kunzmann, der mittlerweile als Kämmerer zurückgetreten ist – durchsetzen konnte. Und in der Zwischenzeit sei sie immer wieder vor Ort gewesen, habe im regen Austausch mit Kurt Ebel, dem erfahrenen Bürgermeister-Stellvertreter und zeitweiligen Leiter der Remchinger Amtsgeschäfte gestanden.
Die drei Monate seien aber auch eine „koordinative Herausforderung“ gewesen. Denn sie habe zeitgleich ihre Arbeit als Ortsvorsteherin in Huchenfeld ordentlich zu Ende bringen wollen. Dort seien ihr im Laufe ihrer einjährigen Tätigkeit viele Menschen ans Herz gewachsen. Deshalb blickt sie „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ auf ihren Amts- und anstehenden Wohnortswechsel.
Sie habe sich gut vorbereitet – unter anderem habe sie schon vorab Gemeinderäte kennengelernt und mit ihnen über erste Vorhaben gesprochen. Sie verspüre „Dankbarkeit“, wenn sie an die bevorstehenden acht Jahre denkt, in denen sie am Gemeindeleben mitwirke. Wichtig seien ihr die Sanierung des Singener Hallenbades und der Schulturnhalle, ein Neubau des Feuerwehrhauses Süd und der Glasfaserausbau.
