Dietlinger Moritz Augenstein verpasst Medaille bei der Bahnrad-WM
Shanghai. Moritz Augenstein hatte sich mehr erhofft. Bei der Bahnrad-Weltmeisterschaft in Shanghai musste sich der Dietlinger im Punktefahren mit dem sechsten Platz begnügen. „Ich bin schon enttäuscht, aber es sollte heute nicht sein“, sagte der 28-Jährige im Gespräch mit der PZ.
Das Rennen sei sehr schnell und taktisch geprägt gewesen. „Meine Beine haben sich okay angefühlt. Taktisch war ich auf Rundengewinn aus, doch es ist nichts passiert“, erklärte Augenstein, der früher für den RSV Schwalbe Ellmendingen fuhr. Die Favoriten hätten sich gegenseitig belauert, am Ende sei ihm schlichtweg die Zeit ausgegangen, um noch entscheidend anzugreifen.
Augenstein, der im vergangenen Jahr Weltmeister im Scratch wurde und zudem amtierender Europameister im Madison ist, konnte über die 40 Kilometer lange Distanz nicht entscheidend in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Mit neun Punkten blieb er deutlich hinter den Podestplätzen zurück. Gold sicherte sich der Brite Mark Stewart mit 35 Punkten vor dem französischen Omnium-Olympiasieger Benjamin Thomas (28) und dem Portugiesen Carlos Salgueiro (27).
Lange ärgern will sich Augenstein über die verpasste Chance allerdings nicht. Jetzt heißt es: abhaken und nach vorne schauen. Denn bereits am Sonntag bietet sich dem Dietlinger die nächste Gelegenheit, bei der WM doch noch Edelmetall zu gewinnen. Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Roger Kluge geht er im Madison an den Start. „Das Rennen ist völlig offen, ein Platz unter den Top fünf sollte schon drin sein“, sagt Augenstein. Dass der amtierende Scratch-Weltmeister bei seinem zweiten und letzten WM-Rennen in Shanghai aber nicht nur mit einer guten Platzierung zufrieden wäre, versteht sich von selbst. Am liebsten würde er die Heimreise natürlich mit einer Goldmedaille antreten. Benjamin Boos (ehemals Schwalbe Ellmendingen) wurde auf der 1000-Meter-Distanz in 1:00,652 Minuten Siebter. dom/dpa
