Gemeinden der Region
Nordschwarzwald -  27.10.2020
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Digitalisierungsoffensive für Nordschwarzwald - Beteiligung am RegioWIN-Wettbewerb der Europäischen Union

Pforzheim. Im Februar vergangenen Jahres hatten die Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald (IHK), die Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH (WFG) sowie der Regionalverband Nordschwarzwald (RVNSW) eine regionale Entwicklungsstrategie vorgestellt. Zeit für eine Zwischenbilanz: Die Entwicklungsstrategie „Nordschwarzwald 2030+“ vereint insgesamt sechs Handlungsfelder, wie sich die Chancen der Region wahren und ausbauen lassen.

von links: Landrat Helmut Riegger (WFG-Aufsichtsratsvorsitzender), Jochen Protzer (Geschäftsführer), Claudia Gläser (Präsidentin der IHK), Matthias Proske (Regionalverbands-Direktor), Martin Keppler (Hauptgeschäftsführer der IHK) und Klaus Mack (Regionalverbands-Vorsitzender). Foto: Regionalverband
von links: Landrat Helmut Riegger (WFG-Aufsichtsratsvorsitzender), Jochen Protzer (Geschäftsführer), Claudia Gläser (Präsidentin der IHK), Matthias Proske (Regionalverbands-Direktor), Martin Keppler (Hauptgeschäftsführer der IHK) und Klaus Mack (Regionalverbands-Vorsitzender). Foto: Regionalverband

Obgleich die Corona-Pandemie in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens massive Beeinträchtigungen nach sich zog, sieht sich die Region in dem Umsetzungsprozess ihrer Entwicklungsziele auf einem guten Weg.

Die Wirtschaftsförderung hat den DigitalHub Nordschwarzwald umgesetzt mit drei Standorten in Pforzheim, Nagold und Horb. Dort werden Unternehmen bei der Entwicklung digitaler Strategien beraten und damit fit für die Zukunft gemacht. Der Regionalverband setzt innerhalb desselben Entwicklungsziels in 13 Pilotkommunen im ländlichen Raum das Projekt DigitalBlackForest um – ein Projekt, bei dem die Bürger digitale Dienste rund um die Themen Nahversorgung, Mobilität, Gesundheitsversorgung und Work-Life-Balance werden nutzen können. Im Entwicklungsziel „Innovation & Wissenstransfer stärken“ sei die Region unter Federführung der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH auf dem Weg, die Interaktion zwischen Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft auszubauen. Mit entsprechenden Projekten wird die Region dabei am 18. Dezember im RegioWIN 2030-Wettbewerb um Fördergelder der Europäischen Union und des Landes Baden-Württemberg an den Start gehen.

Die IHK Nordschwarzwald konnte erst kürzlich gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut am Campus Schwarzwald das dort angesiedelte Transferzentrum „5G4KMU“ eröffnen, das der Erforschung und Erprobung von 5G im Unternehmenskontext dient und den Unternehmen damit eine Plattform für die Entwicklung von Zukunftsstrategien gibt. Aber nahezu nichts geht ohne die geeigneten und gut qualifizierten Fachkräfte, auch aus dem Ausland. Um diesen den Start in der Region zu erleichtern, hatte die IHK im vergangenen Jahr das Telome Center als Anlaufstation für Internationale Fachkräfte und interessierte Unternehmen in der Region angesiedelt.

Claudia Gläser, die Präsidentin der IHK Nordschwarzwald, lässt bei der weiteren Umsetzung der Strategie nicht locker: „Gerade das vergangene Jahr hat gezeigt, dass es sehr wichtig ist, die Ziele der Regionalstrategie weiter entschlossen zu verfolgen. Die Basis für Wohlstand, Arbeitsplätze und soziale Sicherheit im Nordschwarzwald ist eine leistungsfähige sowie zukunfts- und wachstumsorientierte Wirtschaft.“

Auch der Aufsichtsratsvorsitzende der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald (WFG), der Calwer Landrat Helmut Riegger, ist überzeugt, dass die Region den vereinbarten Weg konsequent weitergehen muss: „Gerade die Corona-Pandemie hat die wunden Punkte der Wirtschaftsregion schonungslos offengelegt und den anstehenden Strukturwandel beschleunigt.“ Wichtig sei der flächendeckende Ausbau der Breitbandinfrastruktur.

Autor: pm