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Bad Liebenzell -  23.02.2021
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Dokumente der angeblichen Zarentochter ans Bayerische Staatsarchiv übergeben

München/Bad Liebenzell. Als angebliche Tochter der 1918 ermordeten russischen Zarenfamilie der Romanow erlangte Anastasia Anderson Manahan, die über zwei Jahrzehnte in Bad Liebenzell-Unterlengenhardt lebte, einige Berühmtheit. Zahlreiche Unterlagen und Zeugenaussagen sollten ihre royale Abstammung belegen, die dann aber 1994 mit Hilfe von DNA-Analysen widerlegt wurde. Dieses Anastasia-Archiv sei nun dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv übergeben worden, teilte die Generaldirektion in München mit.

Anastasia Anderson Manahan, fotografiert 1952 in Unterlengenhardt. Foto: Bayerisches Hauptstaatsarchiv
Anastasia Anderson Manahan, fotografiert 1952 in Unterlengenhardt. Foto: Bayerisches Hauptstaatsarchiv

Die Sammlung gibt Einblicke in die regen Bemühungen, mit denen sich Anderson Manahn sowie Freunde und Vertraute um eine Anerkennung der angeblichen Zarentochter bemühten. Sie hatte behauptet, sie habe die Ermordung ihrer Familie als Einzige überlebt. Die Sammlung umfasst Briefe und Korrespondenzen mit ihren Unterstützern, viele davon aus hohen Adelskreisen. Geschäftsdokumente sind auch dabei, etwa für die filmische Vermarktung ihrer Geschichte, ebenso wie von ihr verfasste Testamente. Auch Unterlagen der Prozesse finden sich.

1947 zog Anna Anderson nach Bad Liebenzell-Unterlengenhardt, wo sie zuerst in einer Militärbaracke lebt, später in einem Wohnhaus, das noch heute im Burghaldenweg 7 steht. 1968 siedelt sie nach Charlottesville in Virginia um, wo sie am 12. Februar 1984 starb. Beigesetzt wurde sie im oberbayerischen Seeon im Landkreis Traunstein auf dem orthodoxen Teil des Friedhofs.

Einblick in die Dokumente unter www.pzlink.de/zarentochter

Mit Material von Cordula Dieckmann

Autor: ps