Eichenmischwald statt Christbäume: In Wimsheim entsteht ein neuer Forst
Wimsheim. Dort, wo bislang Christbäume angebaut worden sind, wird in Wimsheim in den nächsten Jahren ein klimastabiler Eichenmischwald mit rund 4200 Bäumen entstehen.
Den Startschuss dafür setzten am Mittwoch, 10. März, Bürgermeister Mario Weisbrich und Revierleiter Rolf Müller, die selbst zum Spaten griffen und einige der ersten Setzlinge pflanzten. Unterstützt wurden sie dabei von den Geschäftsführern der Altatec GmbH sowie der Camlog Vertriebs GmbH, Daniel Balduf, Martin Lugert und Markus Stammen.
Die auf Zahnimplantate spezialisierten, ortansässigen Unternehmen steuerten 10.000 Euro für die Aufforstung in der Enzkreis-Gemeinde bei. "Das ist eine schöne Sache und findet man sicher nicht überall. Die Unterstützung deckt nahezu die gesamten Kosten", zeigte sich Weisbrich dankbar.
Bäume werden innerhalb von nur zwei Tagen gepflanzt
"Das ist ein Anliegen, was wir in den nächsten Jahren mehr in den Vordergrund stellen wollen und auch nichts Einmaliges. Es ist immer schön, regionale Projekte zu unterstützen. Die Zusammenarbeit wird nicht heute enden, sondern startet erst", stellte Daniel Baldauf klar.
Für die Entstehung des neuen Waldes hatte die Gemeinde die bisher für den Anbau von Christbäumen genutzte Fläche erworben und nahezu komplett geräumt. Insgesamt 2,5 Hektar umfasst das Gelände auf den Feldern östlich der Landstraße zwischen Wurmberg und Wimsheim, wovon rund 11.000 Quadratmeter für den neuen Waldabschnitt vorgesehen sind.
Innerhalb von nur zwei Tagen sollen die mehr als 4.000 Bäume von der Fachfirma Flickinger & Tollkühn eingesetzt werden. Neben 2.650 Eichen, welche mit den klimatischen und geologischen Voraussetzungen des Standortes besonders gut auskommen sollen, werden auch Kirschen, Linden, Hainbuchen und Elsbeeren gepflanzt.
Wimsheim als NABU-Naturwaldgemeinde ausgezeichnet
In Richtung der freien Landschaft wird ein abgestufter Waldrand entstehen, bestehend aus einer Mischung von Bäumen wie Feldahorn, Wildbirne, Wildapfel sowie verschiedenen heimischen Sträuchern. "
"Diese Übergangszone ist aus ökologischer Sicht sehr wichtig", erklärte Revierleiter Müller, da sich dort viele Pflanzen, aber vor allem auch Kleintiere und Vögel ansiedeln würden. Bis aus den kleinen Setzlingen ein klimastabiler Mischwald entstanden ist, wird es allerdings noch dauern. Weisbirch geht von zehn bis 15 Jahren aus.
"Den Erfolg wird man erst in Jahrzehnten sehen."
Bürgermeister Mario Weisbrich
Generell wird in Wimsheim aber schon seit vielen Jahren eine nachhaltige Fortswirtschaft betrieben, was unter anderem durch die Auszeichnung als NABU-Naturwaldgemeinde unterstrichen wird.
