Eichenprozessionsspinner auch in Pforzheim: Mehrere Orte sind betroffen
Pforzheim. In Pforzheim sind nach Angaben der Stadt in den vergangenen Tagen vermehrt starke Befälle des Eichenprozessionsspinners festgestellt worden. Betroffene Bereiche seien von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt kontrolliert und bereits von Fachfirmen behandelt worden. Bis zur Beseitigung des Befalls bittet die Stadt dringend darum, abgesperrte und gekennzeichnete Flächen zu meiden.
Raupen, Nester und Gespinste sollten nicht berührt werden. Kinder und Haustiere sollten von betroffenen Stellen ferngehalten werden. Wer ein gefährdetes Gebiet betreten habe oder mit Raupenhaaren in Kontakt gekommen sei, solle Kleidung wechseln und waschen. Bei gesundheitlichen Beschwerden rät die Stadt, ärztlichen Rat einzuholen.
Auslöser der Beschwerden seien die feinen Brennhaare der Tiere. Sie könnten durch Wind verbreitet werden und unter anderem Hautreizungen, Juckreiz, Augenentzündungen, Atemwegsbeschwerden sowie allergische Reaktionen auslösen. Die zuständigen Fachämter beobachteten die Situation fortlaufend und informierten über weitere Maßnahmen.
Diese Orte sind betroffen
Aktuell betroffen seien die Kita Neuhaidach, eine Eichengruppe in der Waldsiedlung Habichtstraße, der Waldspielplatz Fuchsenacker in Büchenbronn und das Gelände des Reitervereins Pforzheim im Altgefäll.
Weitere mögliche Standorte nennt die Stadt unter anderem im Bereich Lochäckerstraße beim Mc Donalds, Welschenäckerstraße beim HKL, Wartbergbad, Spielplatz Hachelturm, Spielplatz Adam-Riese-Straße, Spielplatz Tiergarten, Buckenbergschule, Enzauenpark, Wildpark, DDR-Museum, Ludwig-Erhard-Schule, Strietweg/Husarenstraße, Grünanlage St. Elisabeth, Robinson Spielplatz Sonnenhof, PSG-Parkplatz, Konrad-Adenauer-Straße Wäldchen bei der Kita, Schutheiß-Trautz-Straße Sonnenberg, Auf der Rotplatte beim Friedhof Dillweißenstein, Spielplatz Friedrichstraße, Messplatz, Parkanlage Eutingen Hauptstraße, Kita Am Wartberg, Spielplatz Kitzenwiesen Hohenwart, Im Schlägle Büchenbronn, Spielplatz Fuchsenackerweg Büchenbronn und Feldbrunnenweg Büchenbronn.
Auch im Stadtwald trete der Eichenprozessionsspinner in diesem Jahr besonders stark auf. Eine flächige Bekämpfung finde dort nicht statt, weil sie nach Einschätzung der Stadt außer Verhältnis stünde. Betroffene Bereiche würden vor allem an stark genutzten Wegen mit Hinweisen und Absperrbändern markiert. Die Forstverwaltung appelliere an Waldbesucherinnen und Waldbesucher, Warnhinweise zu beachten und gesperrte Bereiche zu meiden.
Eine Ausnahme bildeten Waldkindergärten und deren Zuwegungen. Diese Bereiche würden verstärkt kontrolliert; festgestellte Vorkommen würden dort gezielt bekämpft.
Zur Aufklärung hat das städtische Grünflächenmanagement mit dem TheoPrax-Seminarkurs des Reuchlin-Gymnasiums einen Flyer erstellt. Er informiert über Risiken, Schutzmaßnahmen und Verhaltensempfehlungen. Abrufbar ist er unter www.pforzheim.de/eps. Zudem werde er über das Amt für Bildung und Sport an Schulen verteilt. Schulen und Kitas mit starkem Befall in früheren Jahren seien vorab telefonisch über betroffene Bereiche informiert worden. Rückfragen nimmt das Grünflächen- und Tiefbauamt unter gta@pforzheim.de entgegen.
