Ein letzter Käsekuchen und ein leises Servus: Landfrauen aus Niefern-Öschelbronn vor der Auflösung
Niefern-Öschelbronn. Beim Backkurs für den legendären Käsekuchen des Landfrauenvereins Niefern-Öschelbronn ist ein wenig Wehmut mitgeschwungen. Wenn sich keine neuen Mitglieder finden, die auch ein Amt übernehmen wollen, wird sich der örtliche Verein im April voraussichtlich auflösen.
„Der Kuchen ist kein Hexenwerk, aber es braucht dafür einen gewissen Vorlauf“, erklärt Referentin und Vereinsmitglied Karin Stricker. Zusammen mit ihrer Freundin Renate Geiger zeigt sie 16 Teilnehmern, wie der beliebte Kuchen in zwei ähnlichen Versionen gebacken wird. Es wird vermutet, dass das Backwerk ursprünglich von den Waldensern stammt, weshalb es in den Nachbarorten ähnliche überlieferte Rezepte gibt.
Die Landfrauen haben den regionalen Kuchen einst bei Veranstaltungen wie dem örtlichen Straßenfest bekannt gemacht. Doch in den letzten Jahren gab es diese Leckerei eher selten zu kosten, weil sich die Vereinsmitglieder mit Bewirtungsangeboten etwas rar gemacht haben. „Wir sind total überaltert“, erklärt Sandra Hummel-Sadler, Kassier der Niefern-Öschelbronner Landfrauen im Gespräch mit der PZ. Am 6. April um 17 Uhr laden die Landfrauen Niefern-Öschelbronn zur entscheidenden Jahreshauptversammlung ins Gustav-Wenk-Bürgerhaus in Öschelbronn ein. Auch Nichtmitglieder sind ausdrücklich willkommen.
Mehr über die Landfrauen und die Käsekuchenrezepte lesen Sie am 11. März in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.
