Gemeinden der Region
Mühlacker -  22.03.2026
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

Ein turbulentes Jahr für die Feuerwehr Mühlacker

Mühlacker. „Mit 304 Einsätzen waren es wieder mehr Einsätze als im Jahr 2024“, berichtete der Gesamtkommandant Matthias Donath bei der Hauptversammlung der Gesamtfeuerwehr Mühlacker am Samstagabend in Großglattbach. Zu den Einsätzen gehörten unter anderem 64 Brände, Nachbarschaftshilfe, technische Hilfe, wie zum Beispiel bei einem Arbeitsunfall - bei dem an einem 20 Tonnen Kran in einer Werkhalle das Seil riss, an dem ein Werkzeug hing – und Hilfe bei Unfällen.

Feuerwehr Mühlacker: Zahlreiche Jubilare werden von OB Stephan Retter und Feuerwehrkommandant Matthias Donath (erster und zweiter von links) gemeinsam mit Kreisbrandmeister Carsten Sorg und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Feuerwehrverbandes Enzkreis, Ulrich Gall (erster und zweiter von rechts) geehrt.
Feuerwehr Mühlacker: Zahlreiche Jubilare werden von OB Stephan Retter und Feuerwehrkommandant Matthias Donath (erster und zweiter von links) gemeinsam mit Kreisbrandmeister Carsten Sorg und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Feuerwehrverbandes Enzkreis, Ulrich Gall (erster und zweiter von rechts) geehrt. Foto: Prokoph

„Eine gute Kameradschaft ist elementar wichtig“, sagte Donath.

Denn die Kameradschaft der Feuerwehrangehörigen untereinander trage dazu bei, Stress abzubauen. „Aktuell hat die Feuerwehr Mühlacker 185 aktive Einsatzkräfte“, sagte Donath. Das höre sich erst mal viel an. Aber die tatsächliche Verfügbarkeit vor allem im Zeitraum von 6 Uhr morgens bis 18 Uhr abends und an den Wochenenden mache nur rund ein Drittel der Einsatzkräfte aus, wenn alle Abteilungen alarmiert würden. „Kameradschaft kann nur funktionieren, wenn man sich gut kennt, aufeinander achtet und respektiert“, sagte Donath.

Feuerwehr zu leben, sei „keine Einzelkämpfer-Aufgabe“, so der Kommandant. Denn Feuerwehr funktioniere nur im Team – abteilungsintern und abteilungsübergreifend. Bei der geheimen Wahl wurden als erster stellvertretender Kommandant Michael Schmidt, als zweiter Stellvertreter Jannis Martzios und als dritter Stellvertreter Markus Oser gewählt.

„Wir sind auf den Feuerwehrdienst angewiesen“, sagte Oberbürgermeister Stephan Retter in seinem Grußwort.

Die Aufgabenfülle der Feuerwehr ginge, so Retter, wie bei der Leichenbergung vergangene Woche in Enzberg, weit über Brände hinaus. „Das sind Dinge, die möchte niemand sehen“, sagte Retter. „Die Feuerwehrleute helfen nicht nur bei Gefahr, sie sind auch bereit, sich selbst in Gefahr zu bringen“, anerkannte Retter. „Ganz herzlichen Dank dafür“, sagte Retter.

Ehrungen

Kreisbrandmeister Carsten Sorg und der stellvertretende Vorsitzende des Feuerwehrverbandes Enzkreis, Ulrich Gall nahmen mit OB Retter und Kommandant Matthias Donath die Ehrungen vor. Seit 15 Jahren sind Max Genannt, Benjamin Ochieng, Max Händle und Martin Neckel dabei. Für 25 Jahre wurden Steffen Braun, Björn Künzel, Christian Lenz, Oliver Reinke, Sascha Kretschmer sowie Thomas Sperlich geehrt.

93 Kinder und Jugendliche zählt die Jugendfeuerwehr. Das berichtete die Gesamtjugendwartin Franziska Ebert. Davon sind 16 in der Kindergruppe im Alter zwischen sechs und zehn Jahren und 77 in sechs Jugendgruppen im Alter von zehn bis 18 Jahre. In den Gruppen werde unter anderem Fahrzeugkunde betrieben sowie Übungen veranstaltet. Dieses Jahr werde überdies das fünfjährige Bestehen der Jugendfeuerwehr im Juni mit einem Festakt und dem Tag der Jugendfeuerwehr in der Feuerwehrwache Mühlacker gefeiert, berichtete sie.

„Feuerwehr ist eine Gemeinschaft, die sprichwörtlich durch das Feuer geht“, sagte von der Ehrenabteilung Hermann Schäfer.

Die 49 Angehörigen der Ehrenabteilung treffen sich zum gemütlichen Beisammensein, machen Ausflüge und unter anderem auch Nordic Walking.