Einbruchsversuch bei den Pforzheimer „Schmuckwelten“: Es gibt einen Verdächtigen
Pforzheim. Zwei meterhohe Schaufensterscheiben mit komplett zersplitterter Oberfläche zeugen von der Tat, die sich am frühen Morgen des Valentinstags an den „Schmuckwelten“ ereignet hat und der Polizei zunächst Rätsel aufgab – bis sich ein vermeintlicher Zeuge in Widersprüchen verstrickte. Vieles deutet darauf hin, dass dieser Mann für den Einbruchsversuch verantwortlich sein könnte.
Wie ein Polizeisprecher am Sonntag auf PZ-Nachfrage berichtete, waren seine Kollegen am Samstag kurz nach 6 Uhr alarmiert worden und binnen kürzester Zeit am Leopoldplatz zur Stelle. Vor Ort trafen sie einen Mann an, der mit einer Krücke gegen eine der beiden Scheiben gedrückt habe. Dieser gab sich als Augenzeuge aus, lieferte eine Täterbeschreibung und sagte, der Unbekannte habe mit einem roten Notfallhammer, wie man ihn aus Bus oder Bahn kenne, gegen die Scheiben geschlagen. Eine solche Person konnten die Beamten der drei Funkstreifen allerdings im Umfeld nicht ausmachen.
So reagiert Juwelier Leicht
Später an diesem Samstag wurde dann aber in einem Drogeriemarkt ein Ladendieb geschnappt und beim Durchsuchen in dessen Tasche eben solch ein roter Hammer gefunden: Es handelte sich um den Mann, der der Polizei zuvor diese Geschichte aufgetischt hatte. Er sei polizeibekannt und gelte nun als Beschuldigter, gegen den die Ermittlungen geführt werden, so der Sprecher.
Wie die Polizei stellt auch der betroffene Juwelier Georg Leicht heraus, dass keine Beute gemacht worden sei. Das Panzerglas halte weiter, die Ware sei also geschützt und alarmgesichert. Leicht geht davon aus, dass die Scheiben recht zeitnah ersetzt werden können. Die Höhe des Sachschadens sei noch nicht zu beziffern. Es sei ein ärgerlicher Vorfall, der aber vergleichsweise glimpflich verlaufen sei. In seiner langen beruflichen Laufbahn habe er schon einige Male mit Ähnlichem umgehen müssen, so Georg Leicht.
