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Stuttgart -  10.09.2026
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Ermedin Demirovic schießt den VfB Stuttgart mit einem historischen Dreierpack zum Sieg gegen Stavanger

Ermedin Demirovic ist nach dem 3:1 (3:1)-Erfolg des VfB Stuttgart gegen Viking FK Stavanger zum Auftakt der neuen Champions-League-Saison der gefeierte Star. „Das ist ein Tag, den ich in meinem Leben nie vergessen werde. Ich freue mich unglaublich über den Sieg und meine drei Tore. Das sind Momente, die für ewig bleiben“, plaudert der Fußball-Torjäger strahlend und euphorisiert mit den Journalisten nach dem Triumph gegen den amtierenden norwegischen Meister.

VfB Stuttgart - Viking Stavanger
Ermedin Demirovic zeigt es an: drei Treffer gelangen ihm in der Champions League gegen Stavanger. Foto: Harry Langer/dpa

Unter dem Arm hält er stolz den Spielball mit den Schriftzügen aller VfB-Akteure, den er sich gleich nach dem Abpfiff geschnappt hat und signieren ließ. „Sammelst Du Autogramme?“, will die „Pforzheimer Zeitung“ von dem 28-jährigen bosnischen Nationalspieler wissen. „Immer dann, wenn ich drei Tore schieße“, grinst er zurück. Das ist nicht nur für Demirovic einmalig, sondern auch für den schwäbischen Vorzeige-Club. Noch nie in der Vereinsgeschichte hat ein VfB-Akteur in einer Partie der Champions-League oder des Vorgänger-Wettbewerbs Europapokal der Landesmeister dreimal eingenetzt. Weil er vor zwei Jahren schon einmal getroffen hat, führt er jetzt zudem mit vier Treffern die vereinsinterne Rangliste an. Und das vor Legenden wie Mario Gomez und Kevin Kuranyi, die es auf jeweils drei Treffer brachten.

Damit nicht genug: Mit seinen drei Toren zur 1:0-Führung, zum 2:1 (nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich des Ex-Fürthers Zlatko Tripic) und zum 3:1 innerhalb von nur zwölf Minuten gehört Demirovic zu den schnellsten zehn Dreierpackern in der gesamten Champions-League-Historie. Mohamed Salah setzte vor vier Jahren beim 7:1 des FC Liverpool bei den Glasgow Rangers in nur sieben Minuten die Rekordmarke.

Dass Demirovic so auftrumpfen kann, hat er maßgeblich einem Mann zu verdanken, der momentan zu Unrecht in die Kritik gerät: seinem neuen Kapitän Deniz Undav. Das weiß Demirovic, der angeblich sogar auf der Stuttgarter Verkaufsliste stand, zu würdigen: „Deniz spielt den Ball überragend. Zwei Tore vorzulegen, ist nicht selbstverständlich. Wir verstehen uns auf dem Platz und neben dem Platz ausgezeichnet.“

Trainer nicht ganz zufrieden

Dass aber gegen den neunmaligen norwegischen Titelträger nicht alles Gold war, was glänzt, macht Stuttgarts Coach Sebastian Hoeneß deutlich: „Wir haben nicht in allen Phasen der Begegnung das Spiel gezeigt, das wir uns vorgenommen haben.“ Vor allem in der zweiten Halbzeit haben die Schwaben die Wikinger immer wieder ins Spiel kommen lassen.

Auch Mittelfeldspieler Sascha Prömel, zwar geborener Stuttgarter, aber erst seit dieser Saison im Trikot mit dem roten Brustring, weiß: „Wir haben uns das Leben selbst ein bisschen schwer gemacht mit zu großen Abständen und hätten mehr Präzision gebraucht.“ Für den Olympia-Silbermedaillen-Gewinner von 2016 bleibt der Einsatz gegen das Team aus Norwegens viertgrößter Stadt ebenfalls in besonderer Erinnerung: Ebenso wie für Finn Jeltsch, Bilal El Khannouss und den eingewechselten Dzenan Pejcinovic ist es für Prömel das Champions-League-Debüt. Und das als Ältester im Team mit 31 Jahren.

Auch in das nächste Champions-League-Duell am 14. Oktober im slowakischen Bratislava gehen die Stuttgarter als Favorit. Doch zunächst muss der VfB an diesem Samstag (15.30 Uhr, Sky) im Landes-Duell bei der TSG Hoffenheim beweisen, dass die Siege gegen Stavanger und in der Bundesliga gegen Köln keine Eintagsfliegen sind.