Evakuierung am Sonntag: So arbeitet die Polizei, die ihr Präsidiumsgebäude auch verlassen muss
Pforzheim. Am Mittwoch, kurz vor 11 Uhr, wurde dem Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums Pforzheim telefonisch mitgeteilt, dass im Zuge von Bauarbeiten eine größere Weltkriegsbombe im Erdreich aufgefunden wurde. Dies teilen die Behörden am Freitag in einer Pressemitteilung mit.
Bei dem Fundort handle es sich um einen Grünflächenbereich im neu gestalteten Quartierspark der Oststadt. Das Polizeipräsidium habe umgehend alle erforderlichen Verständigungsmaßnahmen eingeleitet und arbeite seitdem, insbesondere mit der Stadt Pforzheim und dem Kampfmittelbeseitigungsdienst, intensiv zusammen. Den weitergehenden Erkenntnissen zufolge handle es sich bei dem Gegenstand um eine 1,8 Tonnen schwere Weltkriegsbombe. Mit jetzigem Stand soll der betreffende Bereich in einem Radius von 1,5 Kilometern um den Fundort bis zum kommenden Sonntag, 8 Uhr evakuiert sein, so dass im Tagesverlauf die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Baden-Württemberg ihre Arbeit aufnehmen und beenden können, so die Beamtwen weiter. Eine erkennbare akute Gefahr für unbeteiligte Dritte bestehe derzeit nicht. Wichtig sei, dass alle betroffenen Personen den Anweisungen der Stadt, den Hilfsorganisationen und der Polizei Folge leisten.
Das Polizeipräsidium Pforzheim bereite sich weiter akribisch auf die Einsatzmaßnahmen vor. Mit heutigem Stand würden am Sonntag mehrere hundert Polizistinnen und Polizisten im Einsatz sein. Im Evakuierungsradius, welcher 1,5 Kilometer beträgt, befinde sich auch das Dienstgebäude der Polizei. Der Kriminaldauerdienst mit Standort in der Ostendstraße werde ab Sonntagmorgen seinen Dienst in dem Gebäude des Polizeireviers Pforzheim Süd verrichten. Die Rufnummer 07231 1864444 werde umgeleitet und sei durchgehend erreichbar.
Die Beamten des Polizeireviers Pforzheim Nord verrichten ab 5 Uhr ihren Dienst bei der Verkehrspolizeiinspektion in der Kaiser-Friedrich-Straße 154. Analog werde die Rufnummer 07231 1863211 umgeleitet. Die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger werden wie gewohnt bearbeitet. Die Beamten des Führungs- und Lagezentrums verrichten ihren Dienst im Lagezentrum der Karlsruher Polizei. Auch hier gebe es für die Bürger keine Einschränkungen. Einsätze werden wie gewohnt koordiniert und Notrufe umgeleitet.
