Explosion und Sachbeschädigung in Remchingen: Gemeinde prüft Videoüberwachung für Spielplatz
Remchingen. In den vergangenen Wochen ist es auf dem Spielplatz in der Wilferdinger Straße in Singen zu mehreren unerfreulichen Vorfällen gekommen. Neben beschädigten Parkbänken und einer Explosion in einem Mülleimer wurden auch laut schreiende Jugendliche gemeldet, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde. „Was sich nach jugendlichem Leichtsinn anhört, sind in Wirklichkeit ernstzunehmende Straftaten. Versuchte Brandstiftung, Sachbeschädigung, Ruhestörung – das zieht ernste Konsequenzen nach sich, wenn man erwischt wird“, äußert sich Bürgermeisterin Julia Wieland nun in einer Pressemitteilung.
Die Gemeinde Remchingen steht in engem Kontakt zum Polizeipräsidium Pforzheim. Mehrere Hundert Euro Schaden sind durch die Vorfälle entstanden, heißt es weiter. Bereits 2024 sind ein Spielgerät und eine Sitzgarnitur auf zwei Singener Spielplätzen einer mutmaßlichen Brandstiftung zum Opfer gefallen. Wieland appelliert an die Bürgerinnen und Bürger:
„Wir sind auf Ihre Mithilfe angewiesen: Gehen Sie nicht einfach am Geschehen vorbei, sondern melden Sie sich bei der Polizei, wenn Sie etwas beobachten. Genau dafür ist sie da.“
Damit könne nicht nur das Eigentum der Gemeinde geschützt, sondern auch das Wohlbefinden der Anwohnerinnen und Anwohner sowie das Sicherheitsgefühl aller Bürgerinnen und Bürger gewahrt werden.
Neben einer besseren und helleren Beleuchtung plant die Gemeinde auch eine deutlichere Beschilderung des Bereichs. Diese soll den Rechtsrahmen enger abstecken, so dass zukünftig Platzverweise ausgesprochen werden können. Außerdem wird derzeit die Möglichkeit einer Videoüberwachung geprüft. „Ich möchte klarstellen, dass es nicht allein Remchinger Jugendliche sind, die auf dem Spielplatz für Unruhe sorgen. Wir wissen auch, dass einige Gruppen mit der Bahn hierherkommen“, so Wieland. Sie appelliere an die Vernunft der jungen Leute und ihrer Eltern. Die Gemeinde weist zudem auf das auf öffentlichen Spielplätzen geltende Rauchverbot hin.
Verstöße können mit einer Geldstraße bis zu 200 Euro geahndet werden. Bei wiederholten Verstößen innerhalb eines Jahres kann die Geldbuße bis zu 500 Euro betragen. „Solche Konsequenzen können aber nur folgen, wenn entsprechende Hinweise auch polizeilich vorliegen. Daher brauchen wir die Mithilfe unserer couragierten Bürgerinnen und Bürger“, so die Bürgermeisterin abschließend.
