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Birkenfeld -  29.08.2026
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FC Bayern Fanclub Birkenfeld: Wie Fußballfans ihre Gemeinde unterstützen

Birkenfeld. Mit begehrten Eintrittskarten fing alles an. Am 9. Juni 2009 gründete sich der FC Bayern Fanclub Birkenfeld. Das Ziel: ihre Chancen auf Karten für Heimspiele des FC Bayern München verbessern. Daraus ist aber längst viel mehr geworden. Der Start gelang gleich im ersten Jahr. 40 Eintrittskarten für ein Heimspiel flatterten nach Birkenfeld. Also charterten die Bayern-Fans einen Bus und steuerten die bayerische Metropole an. Und so wird es wieder sein, wenn der SC Freiburg im Frühjahr 2027 in der Allianz Arena antritt.

Der Birkenfelder Bürgermeister Martin Steiner in der Mitte und der Vorsitzende des 1. FC Birkenfeld, Elia Cavas (ganz rechts), neben ihm Daniela Widmann, freuen sich über die Defibrillator-Spende des FC Bayern Fanclubs Birkenfeld um die Vorsitzenden Andrew Hashimoto (von links) und Achim Bach.
Der Birkenfelder Bürgermeister Martin Steiner in der Mitte und der Vorsitzende des 1. FC Birkenfeld, Elia Cavas (ganz rechts), neben ihm Daniela Widmann, freuen sich über die Defibrillator-Spende des FC Bayern Fanclubs Birkenfeld um die Vorsitzenden Andrew Hashimoto (von links) und Achim Bach. Foto: FCB-Fanclub Birkenfeld

Fast zum Ritual wurde dabei ein Zwischenstopp in der Deutschen Eiche in München-Lochhausen. Denn für die Birkenfelder zählt nicht allein das Spiel. Freundschaft und gemeinsame Erlebnisse gehören dazu. Heute zählt der Fanclub 38 Mitglieder und verbindet Fußballbegeisterung mit Geselligkeit und sozialem Engagement.

Denn auch abseits des Stadions hinterlässt der Fanclub Spuren. Seit 2010 ist er als feste Anlaufstelle vom Birkenfelder Weihnachtsmarkt nicht mehr wegzudenken. Dort sollte von Beginn an mehr entstehen als nur ein Verkaufsstand. Im ersten Jahr wagten sich die Mitglieder gleich an Hirschgulasch mit Knödeln, Birne und Preiselbeeren. Einen Volltreffer landeten die Bayern-Fans mit ihrer Feuerzangenbowle. Sie erfreut sich bis heute großer Beliebtheit.

Erlöse fließen direkt in Projekte

Vor allem aber fließen die Erlöse in soziale und gemeinnützige Projekte. In den vergangenen 15 Jahren, unterbrochen durch Corona, etwa an die Sterneninsel, für die Sanierung der Orgel der Evangelischen Kirche Birkenfeld, das Hospiz Pforzheim, das Tierheim Pforzheim sowie die Anna-Bertha-Königsegg-Schule und die Gemeinde Birkenfeld.

Andrew Hashimoto, Vorsitzender des FCB-Fanclubs, sagt der PZ: „Wir sind nicht nur Fans, sondern wollten darüber hinaus bleibende Werte schaffen. Seit unserer Gründung haben wir viel gespendet – aber wir wollten auch einmal etwas, das lange sichtbar bleibt.“

Über den Austausch mit Thomas Paulus und Pascal Stirner vom Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin sowie Bürgermeister Martin Steiner sei so die Idee entstanden, zwei Defibrillatoren für Birkenfeld zu spenden, die dauerhaft helfen und sichtbar sind im öffentlichen Raum.

Zur Neueröffnung der Markthalle Birkenfeld finanzierten die Fußballfans einen ersten Defibrillator im Wert von 1200 Euro. Ein weiteres Gerät erhielt der 1. FC 08 Birkenfeld. Dort ist die im Ernstfall lebensrettende Technik im Vereinsheim ebenerdig zum Stadion installiert.

Zugleich nutzt der Fanclub die Veranstaltungen der Gemeinde. Neben dem Weihnachtsmarkt bietet das alle zwei Jahre stattfindende Marktplatzfest Gelegenheit, gemeinsam aktiv zu werden und Geld für den guten Zweck einzunehmen. Auch unter Fußballfans wächst die Zusammenarbeit.

Mit Straubenhardt verbunden

Seit knapp zwei Jahren verbindet die Birkenfelder auch eine enge Freundschaft mit dem FC Bayern Fanclub Südkurve Straubenhardt. Die Straubenhardter engagieren sich ebenfalls seit Jahren sozial und unterstützen regelmäßig die Ludwig-Guttmann-Schule in Langensteinbach. Seit Mai 2025 tritt der FC Bayern Fanclub Birkenfeld zudem mit einem neuen Vereinslogo auf.

Es verbindet die Nähe zum FC Bayern München mit der Verbundenheit zur Heimatgemeinde Birkenfeld. Was 2009 mit der Hoffnung auf bessere Chancen bei der Kartenvergabe begann, hat sich damit zu einer festen Gemeinschaft entwickelt.

Die Mitglieder zieht es weiterhin zu ihrem FC Bayern nach München. Doch längst spielt sich ein wichtiger Teil ihres Vereinslebens direkt vor der eigenen Haustüre ab.