FC Nöttingen setzt ein Zeichen für den Fußball-Nachwuchs
Remchingen-Nöttingen. In ihrer vergangenen Sitzung haben sich Aufsichtsrat und Vorstand des FC Nöttingen auf ein weiteres „Leuchtturmprojekt“, die Erneuerung des Kunstrasenplatzes im Kleiner Sportpark, verständigt. Diese Maßnahme ist notwendig, da der aktuelle Zustand des Platzes durch seine fast tägliche Vollauslastung an der Belastungsgrenze angekommen ist, teilt der Verein mit.
„Wir wollen unseren Juniorenteams im Kleiner Sportpark optimale Bedingungen bieten und ein funktionsfähiger Kunstrasenplatz hat hierbei oberste Priorität“, sagt FCN-Vorsitzender Dirk Steidl.
„Wir haben bereits in den letzten Monaten eine größere Summe in die Beseitigung von Schäden investiert, weitere Reparaturen in Höhe von cirka 20.000 Euro würden in diesem Sommer folgen. Es macht wirtschaftlich keinen Sinn, soviel Geld in Reparaturen zu investieren und dabei zuzusehen, dass die Schäden immer größer werden und damit die Unfallgefahr unserer Nutzer sich erhöht“, so Steidl weiter.
Der Vereinsboss betont dabei ausdrücklich, dass der FCN bis zur offiziellen Auftragsvergabe noch einige finanzielle Fragen zu klären hat. Es werden ein entsprechendes Eigenkapital sowie Darlehenszusagen in Höhe von 100.000 Euro bis Mitte März benötigt. „Es wird mit Sicherheit ein Wettlauf mit der Zeit, doch ich bin sehr zuversichtlich, dass der FCN die benötigte Unterstützung seiner Gönner, Mitglieder und Sponsoren rechtzeitig erhalten wird“, sagt ein optimistischer Vorstandsvorsitzender Dirk Steidl. Zu den Sponsoren des Vereins zählt auch die „Pforzheimer Zeitung“, die den FC Nöttingen seit Jahren unterstützt.
Start der Kleiner Akademie
Gleichzeitig wurde die Gründung einer Fußballschule im Kleiner Sportpark beschlossen. Die neue „Kleiner Akademie“ startet in den Osterferien mit einem ersten Feriencamp für alle interessierten Nachwuchsspieler in der Region. Hier werden lizenzierte Trainer des FC Nöttingen ergänzt durch Spieler des Oberliga-Kaders den Nachwuchs in einem dreitägigen Feriencamp trainieren. Weitere Camps werden im Sommer/Herbst und Winter folgen. „Wir wollen auch hier, gemeinsam mit unseren Sponsoren, ein weiteres tolles Projekt für den Nachwuchs schaffen“, sagt die beim FCN für die Jugendarbeit verantwortliche Natalie Weidlich.
„Wichtiges Projekt“
Auch Thomas Kleiner, langjähriger Hauptsponsor des FC Nöttingen, begrüßt das Engagement ausdrücklich: „Der Nachwuchs ist das Fundament eines jeden Vereins. Wir freuen uns sehr, den FC Nöttingen seit vielen Jahren begleiten zu dürfen und nun auch dieses wichtige Projekt im Kleiner Sportpark zu unterstützen. Mit der Kleiner Akademie und den verbesserten Trainingsbedingungen wird ein starkes Zeichen für die Zukunft des Vereins und des regionalen Fußballs gesetzt.“
Keine guten Nachrichten für den FC Nöttingen gab es derweil bei der Remchinger Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend: Die Gemeinde wird keine Zuschüsse zahlen für die DRK-Kosten bei den Spielen im vergangenen Jahr – das sind knapp 1100 Euro. Auch an den Security-Kosten für das Spiel gegen den SSV Reutlingen am 28. März wird sich die Kommune nicht beteiligen – im vergangenen Jahr wurden dafür rund 1500 Euro erstattet. Entsprechende Bitten des Vereins lehnten die Gemeinderäte mit überwältigender Mehrheit ab. Sie verwiesen darauf, dass auch andere Vereine diese Kosten selbst übernehmen. Beispielsweise der Carnevalsverein Spaßvögel Singen, der für seinen großen Faschingsumzug auch Security-Personal benötige. Bisher habe man immer ein Auge zugedrückt, aber das gehe nun nicht mehr. Alle Vereine müssten von der Kommune gleich behandelt werden. In dieser Hinsicht müsse man die Vereinsrichtlinien endlich überarbeiten, um das Thema zu regeln. sab
