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Kämpfelbach -  14.09.2026
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Fest vom OGV Bilfingen besticht durch Kartoffel-Gerichte

Kämpfelbach. Auf großen Tabletts verlassen die Speisen die Küche, um zu den Tischen zu gelangen. Dort warten die Gäste bereits sehnsüchtig auf die Köstlichkeiten, die ihnen der Bilfinger Obst- und Gartenbauverein bei seinem Fest kredenzt. Alle sind selbst zubereitet: nach traditionellen Rezepten, mit viel Liebe und großem Aufwand.

Vorsitzender Udo Seiter (rechts) serviert mit Stellvertreter Dieter Karg beim Kartoffelfest unzählige Pellkartoffeln mit selbst angemachtem Bibeleskäs.
Vorsitzender Udo Seiter (rechts) serviert mit Stellvertreter Dieter Karg beim Kartoffelfest unzählige Pellkartoffeln mit selbst angemachtem Bibeleskäs. Foto: Nico Roller

Auf dem Platz vor der Kämpfelbachhalle dreht sich am Sonntag alles um die Kartoffel: in sämtlichen Formen und Variationen, gekocht am Stück mit Bibeleskäs, als Suppe und Salat. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Dieter Karg. Der stellvertretende Vorsitzende berichtet, dass schon eine Stunde nach Beginn des Fests alle Plätze besetzt waren: sowohl im Freien als auch unter dem Zelt, das man wegen der Wettervorhersage aufgestellt hatte.

Dass es im Lauf des Tages ein paarmal kurz zu regnen beginnt, tut der Stimmung allerdings keinen Abbruch: Sobald es aufgehört hat, werden die Bänke und Tische gründlich abgewischt, damit die Gäste wieder Platz nehmen und die frisch zubereiteten Speisen genießen können. Den Bibeleskäs für die Pellkartoffeln machen die Helfer selbst an, die Kartoffelsuppe wird schon einen Tag vorher gekocht, damit sie besonders sämig wird. Die Sahne kommt allerdings erst kurz vor Festbeginn dazu. Der Kartoffelsalat entsteht am selben Morgen in Handarbeit, traditionell mit Essig und Öl. „Wir waren heute Morgen um acht da und haben angefangen“, erzählt Karg. Der stellvertretende Vorsitzende weiß, dass die Besucher die Mühe schätzen, die sich die Ehrenamtlichen geben. Etwa beim Aussuchen der richtigen Kartoffeln. Weil die Witterung die Ernte der Landwirte negativ beeinflusst hat, mussten sie dieses Jahr lange suchen, um die Knollen in der gewünschten Qualität zu erhalten: mehligkochende für die Suppe, festkochende für den Salat und die Pellkartoffeln. Die Gäste bestellen fleißig. Laut Karg sogar so fleißig, dass der Verein im Lauf des Tages noch einmal Schnitzel holt, „obwohl wir sehr gut gerechnet hatten“.

Dass von der Kartoffelsuppe tatsächlich nichts übrig bleibt, führt Karg auch auf das etwas kühlere Wetter zurück, das Lust auf Behaglichkeit weckt. Insgesamt sind mehr als 30 Helfer im Einsatz, darunter auch viele junge Erwachsene, die im Verein immer mehr Verantwortung übernehmen. „Wir haben einen tollen Zusammenhalt“, sagt Karg. „Es läuft wirklich super.“