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Mühlacker -  22.03.2026
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Festival „Art Hiking“ in Mühlacker: Eine Symbiose aus Natur und Kunst

Mühlacker. Zehn Tage lang wird Mühlacker zum pulsierenden Zentrum einer außergewöhnlichen Symbiose aus Natur, Bewegung und internationaler Kunst. „Art Hiking“ nennt sich das Festival, das Kunst mit Wandern verbindet. Bis zum 26. März lassen sich Mühlacker und Umgebung auf ganz neue Weise entdecken. Es gibt Wanderungen nach Lienzingen oder Mühlhausen, Führungen am Sender oder im Heimatmuseum. Offizieller Start war am Freitagabend in Form einer sehr gut besuchten Vernissage in den Galerieräumen der Künstlergruppe Mühlacker.

Bereits die Vernissage des Kunstwandern-Festivals „Art Hiking“ ist am Freitagabend sehr gut besucht.
Bereits die Vernissage des Kunstwandern-Festivals „Art Hiking“ ist am Freitagabend sehr gut besucht. Foto: Friedrich

Für Initiator Lars Kollross ist es ein Herzensprojekt. „Die Idee war, etwas mit dem Wanderverein zu machen“, erklärte er am Freitagabend. Sie sei gemeinsam mit seinem inzwischen verstorbenen Vater Norbert entstanden, aus gesundheitlichen Gründen aber nicht mehr gemeinsam umsetzbar gewesen. Irgendwann, bei der Sanierung seines Hauses, habe er dann darüber nachgedacht, Freunde einzuladen, um eine Ausstellung zu organisieren. „Das Ganze ist dann eskaliert“, sagt er, als sich auch die Künstlergruppe Mühlacker dazu entschieden habe, bei diesem Projekt mitzuwirken. Plötzlich hätten sich Räume und Möglichkeiten in kurzer Zeit geöffnet, auch mit Unterstützung der Stadt Mühlacker. „Daraus ist eine sehr schöne Sache entstanden“, freut sich Kollross. „Wir werden jetzt zehn Tage lang ein riesen Programm haben.“ Dabei sollten gezielt auch Perlen der Stadt integriert werden, wie das Christbaumständer-Museum, das auch bei den Künstlern beliebt scheint: „Wir haben 20 internationale Artists hier und alle haben von Anfang an gesagt: Das wollen wir sehen.“

Oberbürgermeister Stephan Retter zeigte sich beeindruckt von dem zehntägigen Kunstspektakel, das innerhalb recht kurzer Zeit aus dem Boden gestampft wurde. Bei der Podiumsdiskussion vor der Wahl habe er Kollross kennengelernt und zum ersten Mal von dieser Idee gehört. Im Dezember letzten Jahres haben sie sich dann zum Essen verabredet und detaillierter darüber gesprochen. „Ich habe ihn gefragt, wann das denn steigen soll, und er hat mir gesagt: Im März.“ Was er für zunächst für mutig gehalten habe, ist am Freitagabend mit der Vernissage Realität geworden, so der OB, der in dem Festival einen bleibenden Wert für die Sendestadt sieht – nicht zuletzt, weil Bilder und Dokumente digitalisiert und archiviert werden, die für die Stadtgeschichte wichtig sind. „Das ist dann auf jeden Fall etwas Dauerhaftes“, betonte Retter mit Blick auf Bilder beispielsweise vom letzten Faschingsumzug in der Stadt. „Da sind Wägen dabei gewesen, die könnte man heute auch nicht mehr durch die Stadt laufen lassen.“

Wo in den kommenden Tagen viel gewandert wird, standen am Wochenende zunächst klassische Ausstellungen im Fokus, zunächst am Freitagabend die farbenprächtigen Eindrücke der heimatlichen Kulturlandschaft, festgehalten von Manfred Läkemäker, der zudem mit Thomas Wilhelm eine multi-mediale Präsentation geschaffen hat, ergänzt um eine Installation und Aktion zum Drucken von Jochen Gerst; am Samstagabend dann mit der internationalen Ausstellung in der Gustav-Schwab Straße 24/1.

Das komplette Programm dieser Woche kann im Internet abgerufen werden.

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