Gemeinden der Region
Straubenhardt -  03.07.2026
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

Feuerwehr und Rotes Kreuz bei Aktionstag an Straubenhardter Wilhelm-Ganzhorn-Schulen

Straubenhardt. Einige der Schüler halten sich sicherheitshalber die Ohren zu. In sicherer Entfernung warten sie darauf, dass die mit Haarspray gefüllte Dose in den Flammen mit einem lauten Knall explodiert. Die Freiwillige Feuerwehr hat das Experiment vorbereitet, um den Schülern anschaulich zu zeigen, welche Gefahren von vergleichbaren Druckbehältern ausgehen können.

Auch Lehrer Clemens Reiling und Schulleiter Thorsten Metschurat versuchen, einen Brand mit Feuerlöschern zu bekämpfen, unter der Anleitung von Kommandant Martin Irion (von links).
Auch Lehrer Clemens Reiling und Schulleiter Thorsten Metschurat versuchen, einen Brand mit Feuerlöschern zu bekämpfen, unter der Anleitung von Kommandant Martin Irion (von links). Foto: Nico Roller

Erst recht, wenn sie großer Hitze ausgesetzt sind.

Es ist nicht die einzige Erkenntnis, die die Sechstklässler der Straubenhardter Wilhelm-Ganzhorn-Schulen mit nach Hause nehmen. Einen ganzen Vormittag lang lernen sie, wie man sich im Notfall richtig verhält und welche Aufgaben die Blaulichtorganisationen übernehmen. Nicht nur die Feuerwehr ist mit engagierten Ehrenamtlichen und zwei Fahrzeugen vor Ort, sondern auch das Rote Kreuz.

„Das Interesse ist groß“, sagt Clemens Reiling: „Die Schüler fragen schon die ganze Woche, was auf sie zukommt.“

Der Lehrer hat den Aktionstag mit der Schulleitung organisiert und darauf geachtet, möglichst alle Akteure einzubinden. Denn ihm und seinen Kollegen ist es wichtig, die Kinder für den ehrenamtlichen Dienst in Blaulichtorganisationen zu begeistern. „Damit kann man nicht früh genug anfangen“, sagt Reiling, der weiß, wie wichtig die Arbeit der Einsatzkräfte für das Funktionieren der Gesellschaft ist. Der Pädagoge hat den Eindruck, dass die Schüler in der sechsten Klasse im richtigen Alter sind, um Zusammenhänge herzustellen und Verantwortung zu übernehmen: für sich selbst und für andere.

„Möglichkeiten zur Mitarbeit“ bietet ihnen auch die Jugendfeuerwehr, der aktuell schon rund 60 junge Leute angehören. Doch laut Martin Irion gibt es noch freie Kapazitäten. „Wir sind immer auf der Suche nach Nachwuchs“, sagt der Kommandant, der weiß, dass der Großteil der aktiven Kameraden in Straubenhardt aus der eigenen Jugend stammt.

Bei der Aktion an den Wilhelm-Ganzhorn-Schulen kommen Irion und seine Kameraden aber nicht nur auf die Jugendfeuerwehr zu sprechen. Ihnen geht es auch darum, die Kinder über mögliche Gefahrenquellen aufzuklären, damit es gar nicht zu einem Schadensereignis kommt. Gleichzeitig wollen sie ihnen vermitteln, was im Ernstfall zu tun wäre. Darum geht es auch dem stellvertretenden Bereitschaftsleiter Samuel Schug und seinem Kollegen vom Roten Kreuz Neuenbürg-Straubenhardt-Engelsbrand. Gekommen sind sie mit zwei Fahrzeugen des Bevölkerungsschutzes, die auf großes Interesse stoßen. „Die Kinder wollen viel wissen.“ Damit hatte Schulleiter Thorsten Metschurat fest gerechnet. Aktuell baut man in Straubenhardt einen Schulsanitätsdienst auf, in enger Kooperation mit dem Kreisverband des Roten Kreuzes.