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Vaihingen an der Enz -  31.08.2020
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Forscher suchen Ursache des Kiefernsterbens in der Region

Vaihingen. „Der Wald steht vor einer großen Herausforderung durch den Klimawandel. Es ist von größter Wichtigkeit, jetzt auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse die Weichen richtig zu stellen“, sagt Dr. Michael Nill, Leiter des Landratsamt-Fachbereichs Wald aus Ludwigsburg. Eine Studie zum Kiefernsterben im Stadtwald Vaihingen soll dabei Licht ins Dunkel bringen.

Der Wald leidet unter der anhaltenden Trockenheit. Symbolbild: Sebastian Gollnow/dpa
Der Wald leidet unter der anhaltenden Trockenheit. Symbolbild: Sebastian Gollnow/dpa

Die extremen Sommer von 2018 und 2019 haben auch in den Wäldern des Strombergs tiefe Wunden hinterlassen. „Mit den großen Schäden in der Waldkiefer hatten wir so nicht gerechnet, denn sie gilt als vergleichsweise trockenheitstolerante Baumart. Den Sommer 2003 hatten die Kiefern im Stromberg ja noch unbeschadet überstanden“, so Revierleiter Theo Wöhr. Um die Ursachen des Absterbens der Waldkiefer zu klären und Empfehlungen für die weitere Behandlung zu erarbeiten, wurde in Kooperation mit der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg eine Bachelorarbeit ausgeschrieben.

Die Bearbeitung dieser anspruchsvollen Fragestellung übernahm Vivian Beschmann, betreut von Stefan Ruge, der die Professur für Botanik und Waldbau-Grundlagen in Rottenburg innehat. Wesentliche Ergebnisse ihrer Arbeit gab Beschmann nun im Vaihinger Stadtwald an die hiesigen Förster weiter: „Im Rahmen meiner Untersuchungen konnte ich einen klaren Zusammenhang zwischen der für die Bäume nutzbaren Wassermenge an einem spezifischen Standort und dem Auftreten der Absterbe-Erscheinungen feststellen“, sagte Beschmann. „Ebenso konnte ein direkter Zusammenhang zwischen der Konkurrenz mit Traubeneichen und dem Absterben der in diesem Fall unterlegenen Waldkiefer festgestellt werden. Es zeigte sich in allen untersuchten Bodenprofilen, dass die Traubeneiche deutlich tiefer wurzelt als die Waldkiefer und somit in der Lage ist, in direkter Konkurrenz ums Wasser dieses besser zu erreichen. Dagegen war die Kiefer ohne direkte Konkurrenz durch die Eiche vitaler.“

Mehr lesen Sie am Dienstag, 1. September, in der „Pforzheimer Zeitung - Region Mühlacker“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Autor: pm