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Kämpfelbach -  14.09.2026
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Freundschaft in aller Öffentlichkeit: Gäste aus dem italienischen Civitella in Kämpfelbach

Kämpfelbach. In der goldenen Spätsommersonne herrscht von Anfang an reger Betrieb. Unzählige Stände bieten handwerkliche Produkte, landwirtschaftliche Erzeugnisse und frisch zubereitete Köstlichkeiten. Die Gäste genießen die Atmosphäre, die Gespräche, die musikalischen Beiträge und die Geselligkeit, die sich auf dem deutsch-italienischen Markt in der Ersinger Ortsmitte ganz automatisch einstellt. Getragen von großem ehrenamtlichen Engagement und kreativen Ideen ist er Teil des abwechslungsreichen Programms, das eine Delegation aus der italienischen Partnergemeinde Civitella am Wochenende in Kämpfelbach erlebt hat.

Auf dem deutsch-italienischen Markt sorgt das Angebot für beste Unterhaltung und zufriedene Gesichter.
Auf dem deutsch-italienischen Markt sorgt das Angebot für beste Unterhaltung und zufriedene Gesichter. Foto: Nico Roller

„Unsere Freundschaft soll in aller Öffentlichkeit stattfinden“, sagt Klaus Reiling, der den Austausch mit Raffaela Guarneri und Ingeborg Vögele federführend organisiert hat.

Alle fühlen sich der Völkerverständigung verbunden, alle gehören zum Freundeskreis Civitella, der die Partnerschaft schon seit vielen Jahren mit Leben füllt. Schon im November haben sie mit den ersten Planungen begonnen und seither rund ein halbes Dutzend Sitzungen absolviert, damit „Spitz auf Knopf alles auf dieses Wochenende passt“. Für Reiling und seine Kollegen war das kein Problem, denn:

„Wir sind gut vernetzt und die Unterstützung war so breit, dass es besser nicht geht.“

Dieses Mal hat man sich beim Programm laut Guarneri auf das Kämpfelbacher Vereinsleben fokussiert, etwa durch Besuche auf dem Kartoffelfest des Bilfinger Obst- und Gartenbauvereins, auf dem gemeinsamen Fest von Tischtennisclub und DLRG in Ersingen und im Heimatmuseum, das ehrenamtlich vom Verein für Heimatpflege und Kultur betrieben wird. Bewusst hat man einen Tag in Ersingen und einen in Bilfingen verbracht, um zu zeigen, dass beide Orte fest zusammengehören. Für Guarneri geht es darum, die Partnerschaft zu Civitella in aller Öffentlichkeit für die Bevölkerung sicht- und greifbar zu machen, inklusive der Möglichkeit, mit den Gästen in Kontakt zu treten und Teil des Freundeskreises zu werden. Sie weiß noch, dass die Kämpfelbacher zu Beginn der Partnerschaft vor rund 15 Jahren zunächst skeptisch waren, ob sie die Italiener in ihren Häusern und Wohnungen aufnehmen sollen. Doch das hat sich geändert:

„Wenn wir jetzt den Besuch der Delegation ankündigen, gibt es mehr Bewerbungen für Zimmer, als wir brauchen.“

Guarneri spricht von einem „Besuch unter Freunden“, von über Jahre gewachsenen Freundschaften und wertvollen Begegnungen, die trotz Sprachbarrieren funktionieren. Sie freut sich, dass auf beiden Seiten immer wieder neue Menschen an den Besuchen teilnehmen und alle Generationen vertreten sind, auch Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. „Es ist beeindruckend, was da im Ehrenamt geleistet wird“, sagt Bürgermeister Thomas Maag, der damit auch die zahlreichen anderen Aktivitäten des Freundeskreises Civitella meint.