Gemeinden der Region
Nordschwarzwald -  27.02.2021
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

Frühjahrsputz in Pandemiezeiten: Wenn der Schnee schmilzt, kommt der Dreck zum Vorschein

Der Schnee ist geschmolzen, doch an vielen Orten in der Region sind es nicht nur grünes Gras und bunte Blumen, die nun sichtbar werden. Vor allem die Gemeinden, die mit einem großen Andrang von Winterausflüglern zu kämpfen hatten, sitzen nun auf mitunter großen Müllbergen. In Kaltenbronn musste die Bergwacht anrücken, um den Müll zu beseitigen und Gefahr für die Tiere abzuwenden.

Foto: Aleksandr/stock.adobe.com/PZ
Foto: Aleksandr/stock.adobe.com/PZ

Eine Kolumne von PZ-Redakteurin Carolin Weiß

Auch in Dobel sind die Schneeberge mittlerweile Vergangenheit – und haben Müll zum Vorschein kommen lassen, wie Bernhard Kraft in der jüngsten Gemeinderatssitzung bemängelte. "Vor allem rund ums Kurhaus, aber auch auf den Gehwegen und Parkplätzen sieht es unmöglich aus", meint er. Auch Dobels Bürgermeister Christoph Schaack stört der viele Unrat. Er versprach, die Bauhof-Mitarbeiter gleich mit der Müllbeseitigung im Ort zu beauftragen.

Für die Natur hat er aber einen anderen Plan: "Nachdem die Waldputzete wegen Corona im vergangenen Jahr ausfallen musste, wollen wir sie dieses Mal wieder durchführen", kündigte er an. Der Bedarf sei auf jeden Fall da, vor allem nachdem die Besuchermassen an den vielen Wintertagen in den Höhenort geströmt waren und nicht allen Müll entsorgt hatten. Nun will die Gemeinde die Putzete coronakonform organisieren.

Geplant sei diese Aktion für Freitag, 26. März. "Das alles geht natürlich nur mit strengen Vorgaben", erklärt er. Jeder müsse sich vorher verbindlich anmelden, die Helfer würden genau eingeteilt und statt der gemütlichen gemeinsamen Einkehr, die sonst nach der Putzete immer den Abschluss bildete, sei nun ein Lunchpaket für jeden Helfer vorgesehen.

"Meistens sind es ja sowieso ganze Familien, die mitmachen", meint er. Dobels Hauptamtsleiterin Katrin Strauch erklärt, das die Helfer sich vorher im Rathaus anmelden müssten. Beim Bauhof bekämen sie dann Handschuhe und Mülltüten, den gesammelten Müll könnten die Helfer auch wieder dort abgeben.

"Wegen der aktuellen Corona-Verordnung müssen wir nur darauf achten, dass es insgesamt nicht mehr als 99 Teilnehmer sind – aber diesen Wert werden wir sowieso nicht erreichen", meint sie. So steht dem Frühjahrsputz in Dobel also nichts mehr im Wege. Und die Helfer können dazu beitragen, dass die Sonneninsel nicht zur Müllinsel wird.