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Keltern -  21.09.2021
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Gelbe Bänder in Keltern erlauben Streuobsternte für alle

Keltern. Streuobstwiesen sind ein prägender Bestandteil der Gemeinde Keltern. Doch nicht alle, die Obst lieben, besitzen eigene Bäume. Zudem kommen viele Grundstücksbesitzer aus verschiedenen Gründen nicht zum Ernten. Damit nicht so viel Obst auf den Wiesen ungenutzt verrottet, wird in diesem Jahr in Keltern erstmals die Aktion „Die gelben Bänder“ durchgeführt.

„Pflück mich“ steht auf dem Band am Baum, der zur Ernte für jedermann freigegeben ist. Foto: Gemeinde Keltern
„Pflück mich“ steht auf dem Band am Baum, der zur Ernte für jedermann freigegeben ist. Foto: Gemeinde Keltern

In den kommenden Wochen können laut einer Pressemitteilung über den Kelterner Naturschutzwart Fritz Dittus gelbe Bänder aus Baumwollstoff bezogen werden, die von Eigentümern oder Pächtern eines Grundstücks am Obstbaum befestigt werden. Das ist dann ein klares Signal: Hier darf jeder ernten.

Wichtig zu wissen: Es darf nur Obst von Bäumen mit einem gelben Band geerntet werden. Eine Ernte von Bäumen ohne gelbes Band ist Diebstahl. Das Abernten geschieht auf eigene Gefahr und nur für den Eigenbedarf. Die Bäume dürfen nicht beschädigt und keine Äste abgerissen werden. Die Grundstücke müssen ordentlich verlassen werden. Das Befahren von gesperrten Feldwegen mit Kraftfahrzeugen ist nicht gestattet. Es gilt die Straßenverkehrsordnung.

Nach Vorstellung der Gemeinde nütze die Aktion allen: Baumbesitzer können ihr Obst vor dem Verderben retten lassen, Erntewillige bekommen leckeres, heimisches Obst, welches sie beispielsweise auch in der Gemeindemoste in Ellmendingen zu frischem Saft im Bag verarbeiten lassen können. Daher sucht die Gemeinde Grundstücksbesitzer, die an der Aktion teilnehmen möchten.

Die gelben Bänder gibt es bei Fritz Dittus telefonisch unter (07236)1745 oder per Email an info@f-dittus.de. Anzugeben sind die Flurstücksnummern der Grundstücke, damit die richtigen Bäume markiert werden. Dittus beantwortet auch weitere Fragen.

Autor: pm