Gemeinden der Region
Königsbach-Stein -  07.09.2026
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Geselligkeit in Königsbach: Für jeden Geschmack hatte das Dorffest etwas zu bieten

Königsbach. Auf den Straßen pulsiert das Leben. Egal, wohin man schaut: Überall gibt es Bewirtung, Musik und Geselligkeit. Unterstützt von ortsansässigen Gastronomen und der Gemeindeverwaltung, sorgen unzählige Ehrenamtliche in den Vereinen für unbeschwerte Stunden in der Königsbacher Ortsmitte. Zwei Tage bringt das Dorffest die Menschen zusammen: in entspannter Atmosphäre, über Altersgrenzen hinweg. Nicht umsonst spricht der zweite Bürgermeister-Stellvertreter Oliver Kräutle (Bürgerliste) von „gelebter Dorfgemeinschaft“ und „einem wichtigen Bestandteil der Lebensqualität in unserer Gemeinde“, bevor er den Fassanstich vornimmt und den Hobbeles-Lauf eröffnet. Zahlreiche Teams treten gegeneinander um, möglichst schnell und fehlerfrei ein Tablet mit 50 Tannenzapfen, den sogenannten Hobbele, über einen anspruchsvollen Parcours zu tragen. Jessica Dürr, Jessica Bechtold und Franziska Weiss vom Königsbacher Reit- und Fahrverein haben in dieser Konstellation „ohne Vorbereitung, ganz spontan“ zum ersten Mal teilgenommen – und prompt gewonnen: mit einer Zeit von 58 Sekunden und ohne, dass ein einziger Tannenzapfen heruntergefallen ist.

Thorsten Ackermann, Bürgermeister-Stellvertreter Oliver Kräutle, Vereinssprecher Christoph Waizenegger und Joachim Kaucher stoßen an.
Thorsten Ackermann, Bürgermeister-Stellvertreter Oliver Kräutle, Vereinssprecher Christoph Waizenegger und Joachim Kaucher stoßen an. Foto: Nico Roller

Während die Sieger ihre Pokale entgegennehmen, spielt der Musikverein „Harmonie“, der anschließend musizierend durchs Dorf zieht: zu seinem Bereich vor der Festhalle. Schon am Donnerstagabend haben die Ehrenamtlichen dort mit dem Aufbau begonnen. Am Fest beteiligt sich der Verein von Anfang an. „Das gehört einfach zum Dorfleben dazu“, sagt Ute Fischer. Die Vorsitzende weiß, dass sich beim Dorffest alle Generationen treffen, dass es wichtig ist für den Zusammenhalt. Am Samstagabend hilft sie beim Zubereiten der Frozen Cocktails, die der Musikverein dieses Jahr zum ersten Mal angeboten hat. Auf der anderen Straßenseite steht der Motorsportclub „Hommels“ mit zwei Smokern, in denen Schweinehals nicht gegrillt, sondern gegart wird: bei 130 Grad für viereinhalb Stunden, im Buchenrauch.

Zwölf Vereine gestalten mit

„Da gibt es kein anderes Holz“, sagt Vorsitzender Joachim Kaucher: „Das merkt man am Geschmack.“ Zart und saftig muss der Schweinebauch sein, ehe er in dünne Scheiben geschnitten mit Barbecue- oder Knoblauch-Soße serviert wird. „Bei uns ist alles selbstgemacht“, sagt Kaucher, der von 55 Helfern berichtet: mehr als der Verein Mitglieder hat. Insgesamt beteiligen sich zwölf Vereine, Gruppierungen und Gastronomen am Dorffest: in etwa so viele wie vor zwei Jahren. „Alle sind mit großer Motivation dabei“, sagt Christoph Waizenegger. Der Vereinssprecher hofft, dass es gelingt, künftig noch mehr Vereine für eine Teilnahme zu begeistern und die Ankerstraße noch mehr mit Leben zu füllen. Von den Besuchern gibt es viel Lob für die Veranstaltung und das Engagement der Ehrenamtlichen. Etwa von Gert Sommer aus Ersingen, der auf das Fest gekommen ist, um Freunde zu treffen und die Vereine zu unterstützen. „Die Atmosphäre ist schön, das Wetter auch: Mir gefällt es hier.“ Sandra Purgar weiß, dass das Dorffest eine gute Gelegenheit ist, um Kontakte zu pflegen und wieder aufleben zu lassen.

„Hier trifft man Leute, die man schon lange nicht mehr gesehen hat“, sagt die Vorsitzende des Turnerbunds, der sich von Anfang an am Dorffest beteiligt, dieses Jahr zum ersten Mal mit Wiesn-Burgern, bestehend aus Weißwurst-Fleischkäse in einem Laugen-Bun mit Krautsalat und Rettich. Auch ein paar Meter weiter, beim Königsbacher Obst- und Gartenbauverein, gibt es eine Neuerung – und zwar in Form französischer Spezialitäten. „Wir wollten mal etwas anderes machen“, sagt Wolfgang Ruthardt, der sich den Vorsitz mit Nicoleta Morariu teilt und am Tag vor dem Fest noch die Merguez direkt aus dem elsässischen Lauterbourg geholt hat. Sie warten ebenso auf die Gäste wie Weine vom Cave de Cleebourg und selbstgemachte Quiches.