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Mühlacker -  02.11.2026
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Goldraub in Enzberg: DNA-Spur führt ins Ausland – jetzt kommt der Fall zu „Aktenzeichen XY“

Drei maskierte Täter, Gold und Schmuck im Wert von mehreren Hunderttausend Euro und eine DNA-Spur, die bis nach Österreich und Frankreich führt: Ein spektakulärer Überfall auf eine Transportfirma in Enzberg beschäftigt nun auch die ZDF-Fahndungssendung "Aktenzeichen XY...ungelöst". An diesem Mittwoch, 4. November, um 20.15 Uhr wird der bislang ungeklärte Fall einem bundesweiten Fernsehpublikum vorgestellt. Die Ermittler hoffen auf neue Hinweise. 

«Aktenzeichen XY»
Moderator Rudi Cerne präsentiert am Mittwoch, 4. November, bei „Aktenzeichen XY… ungelöst“ den Fall eines Überfalls auf eine Firma in Enzberg. Foto: picture alliance/dpa

Der Überfall ereignte sich am 27. März 2025, gegen 21.20 Uhr. Nach Angaben der Polizei drangen drei unbekannte, maskierte Täter gewaltsam in das Gebäude einer Firma in der Dorfwiesenstraße ein. Dort griffen sie einen Mitarbeiter an und besprühten ihn mit Reizgas. Der Mann erlitt leichte Verletzungen. 

Nach damaligen Polizeiangaben erbeuteten die Täter Wertgegenstände im Wert von mehreren Hunderttausend Euro. Wie aus den Informationen zur ZDF-Sendung hervorgeht, handelte es sich unter anderem um Goldbarren, Bruchgold und wertvolle Schmuckstücke. Anschließend flüchteten die Räuber mutmaßlich mit einem weißen Kleintransporter. Die Polizei leitete eine groß angelegte Fahndung ein, bei der mehrere Streifenwagen und ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kamen. Die Suche blieb jedoch erfolglos. 

Täter könnten über Insiderwissen verfügt haben

Nach Angaben des ZDF war das Firmengelände streng gesichert und videoüberwacht. Dennoch gelang es den Tätern offenbar, Teile des Sicherheitssystems außer Kraft zu setzen. Die Ermittler vermuten deshalb, dass der Überfall gezielt vorbereitet wurde und die Täter möglicherweise über Insiderwissen verfügten. Auch das mutmaßliche Fluchtfahrzeug wirft Fragen auf. Der weiße Transporter soll mit gestohlenen Kennzeichen unterwegs gewesen sein. Besonders auffällig: Die Nummernschilder waren bereits rund ein Jahr vor dem Überfall entwendet worden.

DNA-Spur führt nach Österreich und Frankreich

Eine wichtige Spur könnte einer der Täter selbst hinterlassen haben. Am Tatort sicherten die Ermittler DNA-Material, das bei einem Abgleich überraschende Übereinstimmungen lieferte. Dieselbe DNA war bereits im Zusammenhang mit mehreren Straftaten in Österreich und Frankreich sichergestellt worden. Die Identität des Mannes ist allerdings weiterhin unbekannt.

Welche Straftaten in Österreich und Frankreich mit der DNA-Spur in Verbindung stehen und ob es sich um Mitglieder einer international agierenden Tätergruppe handelt, geht aus den bislang veröffentlichten Informationen nicht hervor.

Die Kriminalpolizei Pforzheim sucht zudem nach einem bislang unbekannten Passanten, der während des Überfalls am Firmengelände vorbeiging. Möglicherweise hat er Beobachtungen gemacht, die für die Aufklärung der Tat wichtig sein könnten. Auch die gestohlenen Schmuckstücke könnten Hinweise auf die Täter liefern.

Schon 2016 Überfall auf Transportunternehmen

Bereits im Dezember 2016 wurde ein Transportunternehmen in Enzberg von bewaffneten Räubern überfallen. Wie PZ-news damals berichtete, betraten zwei Männer an einem Donnerstagabend kurz vor 21 Uhr die Firmenräume durch ein noch geöffnetes Rolltor. Sie bedrohten zwei Mitarbeiter mit Schusswaffen und fesselten sie. 

Anschließend luden die Täter mehrere Pakete in einen in der Nähe abgestellten Firmentransporter. Als der Versuch scheiterte, mit dem Fahrzeug zu flüchten, machten sie sich mit wenigen Paketen zu Fuß davon. Nachdem sich die beiden Mitarbeiter selbst befreit hatten, alarmierten sie die Polizei. Eine Fahndung, bei der auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt wurde, blieb erfolglos. Ob es sich bei den Überfällen von 2016 und 2025 um denselben Betrieb handelt oder ob zwischen den Taten ein Zusammenhang besteht, ist nicht bekannt.