Großbaustelle rückt näher: Darum mussten die Bäume in der Kiehnlestraße gefällt werden
Pforzheim. Mancher Beobachter hat sich vielleicht gewundert: An der Kiehnlestraße hat eine Firma am Montag Bäume gefällt. Diese Maßnahme diene der Einrichtung der Baustelle für das neue Führungs- und Lagezentrum der Polizei. Baumfällungen könnten nur bis Ende Februar ausgeführt werden.
Der eigentliche Baubeginn sei im Frühsommer geplant, erklärt Christian Lindinger, Chef des Pforzheimer Amts für Vermögen und Bau Baden-Württemberg, auf Anfrage der „Pforzheimer Zeitung“.
Verzögerungen des ursprünglichen Baubeginns, der noch auf das Jahr 2025 terminiert war, hatten sich laut Lindinger durch Änderungen bei den technischen Rahmenbedingungen ergeben. Das hatte er im Januar erklärt. Die Hauptgewerke seien in der Ausschreibung. Nach aktueller Planung werde der Baubeginn bis Juli erfolgen. Die Verkehrsplanung werde mit der Stadt Pforzheim abgestimmt. Der anvisierte Bezugstermin sei für das Jahr 2028 vorgesehen.
Im Innenhof des dreiflügeligen Gebäudes (ehemaliges Hauptpostamt aus dem Jahr 1957) zwischen Luisen-, Bahnhof-, Kiehnle- sowie Poststraße ist ein auf Stützen errichtetes Gebäude in Stahlbeton- und Holzkonstruktion mit drei Geschossen mit jeweils 700 Quadratmetern vorgesehen. Dadurch könnten Parkplätze erhalten bleiben. Die größte Herausforderung werde laut Lindinger die Baustellenlogistik in der beengten Innenstadtlage sein. Im östlichen Trakt sind unter anderem das Revier Nord, die Prävention, die Verwaltung, vorübergehend das Führungs- und Lagezentrum sowie die Schutzpolizeidirektion untergebracht, im westlichen Trakt Teile des PZ-Medienhauses.
Das durch das öffentliche Vergabeverfahren beauftragte Büro Harder, Stumpfl, Schramm aus Stuttgart hatte bereits für Ludwigsburg ein Führungs- und Lagezentrum realisiert. Im Neubau sollen n vorwiegend Mitarbeiter des Führungs- und Lagezentrums ihren Dienst im Schichtbetrieb verrichten. Aktuell liegt das Projekt im Rahmen der genehmigten Kosten in Höhe von rund 16 Millionen Euro.
