Gemeinden der Region
Pforzheim -  01.03.2026
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

„Gurkentor“ kostet den CfR in Villingen drei Punkte

Villingen. Dieses Unentschieden fühlte sich an wie eine Niederlage. „Absolut“, sagte Trainer Armin Redzepagic nach dem 2:2 (2:1) des 1. CfR Pforzheim am Samstag beim FC Villingen.

FC 08 Villingen vs. 1.CfR Pforzheim, Fussball, Oberliga BW, 21.Spieltag, Saison 2025/2026, 28.02.2026
CfR-Torhüter Dominik Ferdek verschätzte sich bei einer Flanke, ... Foto: Eibner-Pressefoto

Wie schon vor der Winterpause in Singen musste sich der Fußball-Oberligist trotz Führung und Überzahl mit einem Remis begnügen. Ein „Gurkentor“, so Redzepagic, habe sein Team um den verdienten Lohn gebracht.

Den ersten Nackenschlag gab es bereits in der zehnten Minute, als Fabio Pfeifhofer zur Villinger Führung traf. Der CfR zeigte jedoch die richtige Reaktion. In der 38. Minute schickte Tim Schwaiger Walter Vegelin auf die Reise. Dessen erster Abschluss prallte von FC-Torhüter Andrea Hoxha nach vorne ab, im Nachsetzen erzielte Vegelin das 1:1. Nur fünf Minuten später drehte Pforzheim die Partie: Nach Vorarbeit von Cemal Durmus traf Dominik Salz mit seinem achten Saisontor – 2:1 zur Pause.

Rot nach Tätlichkeit

Als Villingens Kapitän Nico Tadic in der 61. Minute nach einer Tätlichkeit (Nachschlagen) die Rote Karte sah, schien alles angerichtet für den Auswärtssieg. Doch statt die Überzahl souverän zu nutzen, kassierte der CfR in der 70. Minute den Ausgleich – durch das „Gurkentor“. Eine harmlos wirkende Flanke wollte CfR-Keeper Dominik Ferdek ins Toraus laufen lassen, übersah dabei jedoch einen Villinger Spieler. Dieser legte quer, der eingewechselte Gian-Luca Feißt musste nur noch ins leere Tor einschieben – 2:2. „Ich dachte, ich bin im falschen Film“, sagte Redzepagic später.

In der Schlussphase hatten beide Teams noch Chancen, ein weiterer Treffer fiel jedoch nicht. Durch das Remis wächst der Druck auf den CfR, der nur noch drei Punkte Vorsprung auf Abstiegsplatz 15 hat. „Ja, der Druck ist da“, räumte Redzepagic ein. „Aber ich habe gegen Villingen auch viel Gutes gesehen. Nach dem 0:1 sind wir gut zurückgekommen und haben uns nicht hängen lassen. Klar ist aber auch, jetzt brauchen wir endlich drei Punkte.“ Die sollen am kommenden Samstag um 14 Uhr im Heimspiel gegen Türkspor Neckarsulm eingefahren werden.