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Remchingen -  24.07.2026
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Hallenbad in Remchingen samstags nicht mehr geöffnet und deutlich teurer

Remchingen. Remchingen. Zwei Jahre lang mussten die Remchinger Schwimmer in der kühlen Jahreszeit auf eine Bademöglichkeit im Ort verzichten. Ab Herbst soll das Hallenbad nach einer umfangreichen Sanierung wieder geöffnet sein. Für welchen Preis, darüber hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung entschieden – einstimmig und ohne Diskussion. Gleiches gilt für die Erhöhung der Nutzungspreise für die Turnhallen.

Seit 2024 wird das Remchinger Hallenbad saniert. Ende Mai wurde eine Probefüllung durchgeführt.
Seit 2024 wird das Remchinger Hallenbad saniert. Ende Mai wurde eine Probefüllung durchgeführt. Foto: Gemeinde Remchingen/Julian Künzi

Remchingen. Zwei Jahre lang mussten die Remchinger Schwimmer in der kühlen Jahreszeit auf eine Bademöglichkeit im Ort verzichten. Ab Herbst soll das Hallenbad nach einer umfangreichen Sanierung wieder geöffnet sein. Für welchen Preis, darüber hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung entschieden – einstimmig und ohne Diskussion.Gleiches gilt für die Erhöhung der Nutzungspreise für die Turnhallen.

Das Ergebnis: Erwachsene zahlen künftig 36 Euro für die Dutzendkarte, Schüler und Studenten 24 Euro. Bereits seit 2015 werden weder Jahres- noch Einzelkarten angeboten. Die Preise erhöhen sich damit deutlich. Bisher wurden lediglich zehn Euro für Erwachsen und fünf Euro für Jugendliche verlangt. „Eine Umfrage bei Bädern aus der Umgebung hat ergeben, dass diese Preise deutlich zu niedrig sind“, argumentiert die Verwaltung in der Sitzungsvorlage. Wollen Vereine oder Schulen das Becken nutzen, werden pro angefangener Stunde 30 Euro berechnet. Für den Jugendsport und Wassergymnastik werden nur 15 Euro fällig. Die DLRG Remchingen darf das Hallenbad kostenlos nutzen, soweit sie die Wasseraufsicht übernimmt.

Samstag gestrichen

Das Bad soll grundsätzlich nach den Sommerferien und bis Mitte Mai – also zu Beginn der Freibadsaison – geöffnet haben. Und zwar Dienstag bis Freitag von 18 bis 21 Uhr und Sonntag von 9 bis 12 Uhr. Der bisherige Samstag wurde gestrichen, die Öffnungszeiten am Sonntag dafür um eine Stunde verlängert.

Damit sich die DLRG um die Beckenaufsicht kümmern könne und nicht mit Geld hantieren müsse, sei von dort die Bitte gekommen, den Verkauf anderweitig zu organisieren, so die Gemeindeverwaltung in der Sitzungsvorlage. Die Gemeinderäte entschieden sich schließlich für ein System mit Barcode, wie im Freibad. Die Kosten für die Erweiterung dieses vorhandenen Systems sind mit rund 2900 Euro netto veranschlagt. In der Übergangsphase wird die DLRG Barzahlungen einmalig akzeptieren und auf den Verkauf in der Kulturhalle verweisen.

Neben der DLRG, die die Bäderaufsicht stellt, soll im Hallenbad auch ein Fachbediensteter tätig sein, der für die Technik verantwortlich ist. Allerdings: Ein bereits durchgeführtes Bewerbungsverfahren führte bisher nicht zu Erfolg. Woran das überschaubare Interesse an der Stelle des Betriebsleiters komme, könne man nur vermuten, sagt Pressesprecherin Alina Di Sannio. „Wahrscheinlich liegt es aber an dem Stellenumfang von zwölf Wochenstunden.“ Man sei aktuell auf Interessenten zugegangen und hoffe so „zumindest mittelfristig Personal zu gewinnen“, heiß es in der Sitzungsvorlage.

Übergangsweise sei vorgesehen, dass das aktuelle Personal aus dem Freibad auch das Hallenbad betreut. Die Mitarbeiter machen laut Di Sannio sonst das Freibad nach der Saison winterfest, sehen immer mal wieder nach dem Rechten und bereiten das Freibad schon einige Wochen vor Saisonstart vor.

„Zudem werden über die Winterzeit Urlaub und Überstunden abgebaut“, so Di Sannio.

Auch Gebühren für Turnhalle erhöht

Neben den Preisen für das Hallenbad wird die Gemeinde Remchingen auch die Gebühren für die Nutzung der Turnhallen an der Bergschule und in Wilferdingen erhöhen. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig und ohne Diskussion beschlossen. Bisher kostete eine Stunde Nutzung für Angebote für Erwachsenen zwölf Euro und 15 Euro bei eineinhalb Stunden. Für die Nutzung durch die Jugend wurden keine Gebühren erhoben. Künftig sollen Vereine 20 Euro pro Stunde für Erwachsenensport und fünf Euro pro Stunde für Jugendsport bezahlen.

In der Sitzungsvorlage rechnet die Verwaltung vor, warum sie eine Anpassung für wichtig und notwendig hält: In Wilferdingen habe im Jahr 2024 ein finanzieller Gesamtaufwand von rund 72.000 Euro zu Buche geschlagen. Demgegenüber stünden insgesamt 2222 theoretische Nutzungsstunden. „Um die Halle kostendeckend zu betreiben, müsste eine Stunde Nutzung somit 32,23 Euro kosten“, erklärt die Verwaltung. In Singen stünden dem Gesamtaufwand von rund 48.000 Euro 2911 (theoretische) Nutzungsstunden entgegen. Dort müsste die Stunde somit 16,50 Euro kosten. „Eine Gebührenhöhe von 20 Euro pro Stunde bei Erwachsenen und fünf Euro pro Stunde bei Jugendgruppen würde bei einem Sportverein mit aktuell zwei Stunden Erwachsenen- und acht Jugendgruppenstunden 56 Euro Mehrkosten pro Woche bedeuten“, rechnet die Verwaltung in der Sitzungsvorlage vor. Bei etwa zehn bis 15 Wochen Hallentraining im Jahr wären das 560 bis 840 Euro im Jahr.

„Allerdings ist auch zu beachten, dass die Gebühren seit vielen Jahren nicht erhöht wurden“, argumentiert die Verwaltung.

In Singen trainiere man zudem künftig in einer frisch sanierten Halle. Eine Belegung sei grundsätzlich wie vor dem Umbau geplant.