Hier lebt Metal wieder auf: Harte „Krach-Nacht“ in Pinache
Wiernsheim-Pinache. Die Aktiven des Vereins Riedler wollen ihren Kulturbereich fördern. Die rückläufige Metal-Szene macht dieses Anliegen umso dringlicher. Acidbait, Lifespark, Entoria und Opus Irae spielten bei der „Krach Nacht“ am Samstag in der Waldenserhalle Pinache. Laut und heavy, verzerrte Gitarrensounds, schreiender Gesang und schnelle Drum-Grooves waren bei den Bands aus München, Koblenz und Karlsruhe angesagt. Janis Baesgen, Janine Schneider, Felix Bertsch und Frieder Zundel von Riedler organisierten diese „Krach Nacht“ erstmals.
„Für uns ist es eine Pflicht, die Metal-Kultur zu fördern.“ Für Felix war sie schon immer eine Subkultur. Man merke derzeit „arg, es ist weiter rückläufig“. Das Konzert ließ die Herzen der Veranstalter höher schlagen. Gut 200 Besuchende kamen. „Es ist erstaunlich viel los.“ Für Bassist Matthias von Acidbait ein Ausrufezeichen, dass die Metal-Kultur noch lebt. „Aus Liebe zur Szene.“ Für ihn der Grund, auf der Bühne zu stehen, und mit seinem Bass die musikalische Härte und Schnelligkeit anzutreiben.
Ob es wieder ein Riedler Open-Air geben wird? „Kein ja, kein nein, alles möglich“, sagt das Orga-Team. Wobei es sich eher nach einem Nein anhört. 2023 war es zum letzten Mal geplant. Damals dann abgesagt, weil das Interesse zu gering war. Den Kopf in den Sand stecken, gibt es für die Riedler aber nicht. Sie wollen weiterhin für den Metal aktiv sein. Beim Straßenfest Wiernsheim machen sie dieses Jahr wieder einen Band Contest. Bei einem „Metal-Tasting“ werden regelmäßig in Wiernsheim Alben von Bands vorgestellt.
