Hitzewarnung für Pforzheim und Enzkreis: Baden-Württemberg steuert auf bis zu 39 Grad zu
Lüften, solange es geht: Die Hitzewelle beginnt. Wo es bereits 31 Grad geben soll, warum es in den kommenden Tagen noch wärmer werden dürfte, an welchen Orten sogar Rekordwerte drin sind – und wann.
Sonnencreme raus, Ventilatoren an, jetzt wird es in Baden-Württemberg mit jedem Tag etwas heißer. Nicht ausgeschlossen ist auch, dass am kommenden Sonntag oder zum Start in die nächste Woche der Hitzerekord für den Monat Juni geknackt wird.
«Sonntag oder Montag kommen wir im Breisgau und dem Rheintal schon nah an die 39 Grad heran», sagte ein Wetterexperte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der Deutschen Presse-Agentur. Der bisherige Juni-Rekord für Baden-Württemberg – 38,9 Grad – wackelt also. Gemessen wurde der schweißtreibende Höchstwert am 30. Juni 2019 in Mannheim.
Hitzewarnung für Enzkreis und Pforzheim
Der DWD hat für Pforzheim und Enzkreis am Mittwoch eine amtliche Hitzewarnung für Donnerstag herausgegeben. Die Temperaturen würden besonders alte und pflegebedürftige Menschen extrem belasten, heißt es darin. Und wenn man einen Blick auf die Wettervorhersage für die nächsten Tage wirft, dürfte diese Meldung nicht die letzte gewesen sein:
Temperaturen bauen sich langsam auf
«Die Temperaturen steigen jetzt mit jedem Tag», sagte der DWD-Experte. «Das ist für einen so frühen Zeitpunkt im Sommer schon eine ungewöhnlich frühe Hitzewelle.» Solche Temperaturen würden normalerweise eher im Juli oder Anfang August auftreten. Der absolute Rekord in Baden-Württemberg von rund 40 Grad werde aber in den kommenden Tagen wohl eher nicht erreicht.
Die Hitze baut sich erst langsam auf: Der Tag beginnt mit einem Mix aus Sonne und Wolken. Am Nachmittag sind sogar vereinzelte Schauer möglich, im äußersten Süden können laut DWD kurze Gewitter auftreten. Die Temperaturen sollen laut Vorhersage auf 26 Grad im Bergland und bis zu 32 Grad am südlichen Oberrhein steigen.
Hitze hängt von der Region ab
Ein Sommertag nach Maß dann am Donnerstag: Die Temperaturen können laut DWD auf heiße 30 Grad im Bergland und bis zu 35 Grad am Oberrhein steigen. Nur ein Vorgeschmack auf den Freitag, wenn die Experten mit Höchstwerten zwischen 30 Grad im Allgäu und bis zu 37 Grad am Oberrhein rechnen. In der zweiten Tageshälfte seien vom Bergland ausgehend auch Schauer und Gewitter drin, sagte der DWD-Meteorologe.
Wie weit es in den kommenden Tagen über die 30-Grad-Marke hinausgeht, hängt von Region zu Region ab. Die höchsten Temperaturen werden laut DWD voraussichtlich im Breisgau erreicht, dort könnte auch der Juni-Rekord wackeln am Samstag oder Sonntag. Besonders schwitzen müssen die Menschen demnach in den Regionen rund um Freiburg, Offenburg, aber auch in Karlsruhe und Mannheim soll es richtig heiß werden. «Alle anderen Regionen sind eher etwas kühler im Vergleich», hieß es.
Auch 2025 war der Juni schon ungewöhnlich warm
Auch im vergangenen Jahr war der Juni viel zu warm und viel zu trocken. Mit einer Temperatur von durchschnittlich 19,8 Grad reihte sich der erste meteorologische Sommermonat in der Messhistorie laut DWD sogar auf dem zweiten Platz ein. Nur im Jahr 2003 sei es noch wärmer gewesen – damals wurde in Freiburg im Juli auch der offizielle Hitzerekord gemessen.
© dpa-infocom, dpa:260617-930-234884/1
