Gemeinden der Region
Baden-Württemberg -  02.08.2021
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Höheres Müllaufkommen in Pforzheim und dem Enzkreis: Region bestätigt Landestrend

Stuttgart. Die Baden-Württemberger haben erneut mehr Müll angehäuft - und müssen auch erneut ein wenig tiefer in die Tasche greifen, um ihn wieder loszuwerden. Nach Angaben von Umweltstaatssekretär Andre Baumann (Grüne) ist das durchschnittliche Aufkommen an Haus- und Sperrmüll im Vergleich zum Vorjahr um 13,5 Kilogramm pro Person auf rund 368 Kilo gestiegen. Grund sei unter anderem die Corona-Pandemie, denn durch Homeoffice, Kurzarbeit und Fernunterricht seien die Menschen im ersten Corona-Jahr 2020 deutlich mehr zuhause gewesen, sagte Baumann am Montag in Stuttgart. Am wenigsten wurde pro Kopf in Freiburg (Rangliste kreisfreie Großstädte), Calw (Stadtkreise) und Freudenstadt (Landkreise) weggeschmissen.

Die Baden-Württemberg haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Müll produziert.
Die Baden-Württemberg haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Müll produziert.

In Pforzheim ist im vergangenen Jahr mehr Müll entstanden als noch 2019: Insgesamt lag das Müllaufkommen bei 23.565 Tonnen, 2019 waren es 21.477 Tonnen. Auch im Enzkreis ist das Aufkommen deutlich gestiegen: Hier stehen 33.117 Tonnen (2020) genau 27.715 Tonnen (2019) gegenüber. Und auch im Landkreis Calw zeichnet sich ein ähnliches Bild ab - das Aufkommen ist hier aber nur gering von 10.655 Tonnen (2019) auf 10.958 Tonnen (2020) gestiegen. 

Der Müllberg wächst nicht nur, er wird auch teurer: Nach dem Anstieg der Abfallgebühren in den vergangenen Jahren haben zahlreiche Kommunen erneut aufgeschlagen. Laut Abfallbilanz liegen die Gebühren, die ein Vier-Personen-Haushalt aktuell für die Abfallentsorgung zahlen muss, im Landesdurschnitt bei etwa 171 Euro. Das sind fast sechs Euro mehr als im vergangenen Jahr

«Im Vergleich zur allgemeinen Preisentwicklung liegen die Abfallgebühren im Land unter dem Niveau der Inflation», erläuterte der Umweltstaatssekretär die jüngsten Zahlen. Wären die Preise entsprechend der Teuerungsrate seit 2002 gestiegen, müssten Baden-Württemberger im Schnitt fast 231 Euro für ihre Abfallentsorgung zahlen. Die steigenden Gebühren erklären sich laut Kommunen unter anderem durch sinkende Wertstofferlöse, auslaufende Verträge für Abfuhrleistungen, steigende Verbrennungspreise und Investitionen in die Infrastruktur.

Autor: lsw/stä