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Mühlacker -  16.03.2025
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Idee abgelehnt: Keine neue Stadthalle am alten Mühlehof-Standort

Mühlacker. Wie geht es mit der Stadtmitte in Mühlacker und hier speziell mit dem im Volksmund mittlerweile so bezeichneten Mühlehof-Loch weiter? Darüber diskutierte der Senderstädter Gemeinderat in seiner nichtöffentlichen Klausurtagung am Samstag in der städtischen Feuerwache von 9 bis 13.30 Uhr unter der Moderation von Denise Abé, die in 2024 am Bürgerforum zum Bürgergutachten beteiligt war.

Im Mühlehof-Loch soll keine neue Halle entstehen. Das war die überwiegende Meinung des Gemeinderates Mühlacker bei seiner Klausurtagung am Samstag, deren Ergebnisse OB Frank Schneider und Bürgermeister Armin Dauner (von links) bei der Pressekonferenz nach der Tagung mitteilen.
Im Mühlehof-Loch soll keine neue Halle entstehen. Das war die überwiegende Meinung des Gemeinderates Mühlacker bei seiner Klausurtagung am Samstag, deren Ergebnisse OB Frank Schneider und Bürgermeister Armin Dauner (von links) bei der Pressekonferenz nach der Tagung mitteilen. Foto: pROKOPH

Klare Mehrheit

Das Bürgergutachten wurde schon im September 2024 im Mühlacker Gemeinderat vorgestellt mit dem Ergebnis, dass sich am ehemaligen Standort des Mühlehofes zeitnah etwas tun müsse. Oberbürgermeister Frank Schneider und Bürgermeister Armin Dauner erklärten am Samstag in einer Pressekonferenz nach der Klausurtagung, was dabei erreicht wurde. „Eine Klausurtagung“, erklärte Schneider vorab, „bedient in erster Linie Meinungsbilder“. Die Intention der Stadtverwaltung sei deshalb gewesen, für die neue Stadtmitte ein aktuelles Meinungsbild der Gemeinderäte und Gemeinderätinnen zu bekommen, um dann eine entsprechende Sitzungsvorlage vorzubereiten. Denn aktuell gilt immer noch der Gemeinderatsbeschluss aus dem Jahr 2017, der den Abriss des Mühlehofes Ende 2018 und Anfang 2019 sowie den Bau einer neuen Stadthalle dort für Kosten von rund 20 bis 25 Millionen Euro vorsieht, als Ausgangslage.

„Eine große Mehrheit hat sich in der Klausurtagung dafür ausgesprochen, dass am ehemaligen Mühlehofstandort keine neue Stadthalle entsteht“, fasste Schneider als Ergebnis zusammen, auch wenn sich zwei Gemeinderäte explizit dagegen ausgesprochen hätten. Aber: Das Ziel, eine neue große Stadthalle an einem anderen Ort zu bauen, solle nicht aus den Augen verloren werden. Das sei ebenfalls der Wunsch einer Mehrheit gewesen.

Investoren suchen

„Man will, dass sich in dem Mühlehof-Loch etwas tut“, erklärte Schneider. Deshalb wurde von dem Gremium nun befürwortet, dass die Stadtverwaltung Investoren suche, die das 4217 Quadratmeter große Areal neben dem Senderstädter Rathaus entwickeln wollen. Von Wohnungen bis Hotel, Gastronomie und Grünflächen für den öffentlichen Raum sei, so Schneider, alles vorstellbar. Für neue benötigte Vereinszimmer gebe es in Mühlacker mittlerweile auch Angebote von Privatpersonen.

„Man wird hier Interessenten abfragen, denn die Bedarfe sollten ja auch zusammenpassen“,

sagte Armin Dauner dazu.

Und: „Die Diskussion bei der Klausurtagung war sehr konstruktiv, um eine Lösung für die Stadtmitte zu finden, die der Gemeinderat mittragen kann“, unterstrich Dauner. Der nächste Schritt bestehe nun darin, dass die Verwaltung die Ergebnisse der Klausur, wie im Mühlehof-Loch keine neue Stadthalle zu bauen, als Sitzungsvorlage mit Beschlussfassung in das Gremium bringt. Das gehe schnell. Bis greifbare Ergebnisse von Investoren und entsprechende Umsetzungsmöglichkeiten dann vorliegen, könnten allerdings noch gut zwei Jahre ins Land gehen.