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Keltern -  22.06.2026
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Im Fall des Toten vom Ranntal wird nicht mehr ermittelt: Polizei und Staatsanwaltschaft sind ratlos

Baden-Baden/Keltern. Etwas über ein Jahr ist es her, als an Christi Himmelfahrt 2025 in einem Sumpf im Kelterner Ranntal die Leiche des 59-jährigen Igor Tereshenko entdeckt wird. Dir PZ hat gerade erst an den Jahrestag des schrecklichen Funds erinnert - und klar gemacht, dass die Sonderkommissionen in in Pforzheim und Offenburg aufgelöst worden waren. Jetzt teilt die federführende Staatsanwaltschaft Baden-Baden mit, dass die weitere Aufklärung insgesamt eingestellt ist. Die Ermittler sehen keine Ansätze mehr, um das Rätsel um den Tod Tereshenkos zu lösen.

Der einstige Angelteich im Ranntal, in dem vor einem Jahr der Leichnam von Igor Tereshchenko aus Baden-Baden gefunden wurde: Heute erinnert nichts mehr daran, es gibt kein Gedenken für das Opfer, von dem kein persönlicher Bezug nach Keltern bekannt ist. Und auch um die Ermittlungen ist es ruhig geworden.
Der einstige Angelteich im Ranntal, in dem vor einem Jahr der Leichnam von Igor Tereshchenko aus Baden-Baden gefunden wurde: Heute erinnert nichts mehr daran, es gibt kein Gedenken für das Opfer, von dem kein persönlicher Bezug nach Keltern bekannt ist. Und auch um die Ermittlungen ist es ruhig geworden. Foto: Röhr

Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden spricht am Montagvormittag von einem Ermittlungsverfahren wegen Totschlags gegen drei Tatverdächtige, das  eingestellt worden sei. Auch das ist eine neue Information. Nach frühen Ermittlungsfortschritten im Juni 2025 war nach Durchsuchungen im Wohnumfeld des Opfers in Baden-Baden von mehreren mutmaßlich Verdächtigen gesprochen wurde. Näheres hatten die Ermittler nie mitgeteilt. Gegen die demnach drei Personen, die konkret im Visier waren, konnte der Verdacht offenkundig nicht erhärtet werden. Auf der Grundlage der durch die kriminaltechnischen Untersuchungen, die rechtsmedizinischen Befunde und die Zeugenaussagen gewonnenen Erkenntnisse könne den Tatverdächtigen ein konkretes strafbares Handeln jedoch weder bei der Planung der Tat noch bei der Ausführung oder dem Transport des Leichnams nachgewiesen werden, so die Staatsanwaltschaft.

Dabei haben Polizei und Staatsanwaltschaft offenbar eine Vorstellung davon, was passiert sein muss. Nach Abschluss der umfangreichen und intensiven Ermittlungen, heißt es in der Mitteilung, bleibe der Verdacht, dass das Opfer am 24. Januar 2025, dem Tag, an dem er zum letzten Mal gesehen worden war, wahrscheinlich im Untergeschoss seines Wohnhauses erstochen worden und anschließend wahrscheinlich mit einem Kraftfahrzeug zu dem Teich bei Keltern transportiert worden sei.Das Kraftfahrzeug sei kurz darauf veräußert und zu einem gewerblichen Händler in die Niederlande gebracht worden. Aber von wem genau? Das bleibt nun erst einmal ein Rätsel.

Ohne neue Erkenntnisse bleibt der Fall eine Sackgasse

Dass die Sonderkommissionen in dem Fall aufgelöst worden waren, hatte zunächst nicht bedeutet, dass nicht in den einzelnen Dienststellen weiterermittelt worden wäre. Doch ohne neue Ansätze, ohne neue Erkenntnisse geht es damit nun nicht mehr weiter. Das bestätigt Susanne Strebovsky als Sprecherin der Staatsanwaltschaft Baden-Baden auf PZ-Anfrage. Solche Ansätze waren bislang auch nach mehreren Zeugenaufrufen nicht aufgetaucht. Und alle Hinweise, über die die Ermittler verfügten, konnten das Rätsel nicht lösen. Auch wenn das Szenario, was passiert sein dürfte "sehr wahrscheinlich" sei, könne man nicht ausreichend sicher sagen, dass es so abgelaufen sei. Der Fall des Toten aus dem einstigen Angelteich im Ranntal ist damit ungelöst.