In Gernika: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Peter Boch zusammen in Pforzheims Partnerstadt
Gernika. Am letzten Tag seines Staatsbesuches in Spanien hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Freitag einen Kranz in der baskischen Stadt Gernika niedergelegt. Zu diesem Anlass war auch Oberbürgermeister Peter Boch in Pforzheims Partnerstadt gereist. Steinmeier gedachte damit der Opfer des deutschen Bombenangriffes vom 26. April 1937.
Im spanischen Bürgerkrieg bombardierten Flugzeuge der deutschen „Legion Condor“ die Kleinstadt und zerstörten sie zu drei Vierteln. Die Schätzungen zur Zahl der Todesopfer schwanken zwischen 300 und 1.500. Es war in der europäischen Geschichte der erste massive Bombenangriff auf die wehrlose Zivilbevölkerung einer ganzen Stadt. Im Anschluss besuchte Steinmeier das Friedensmuseum in Gernika.
Bereits bei seiner Tischrede beim Staatsbankett mit Spaniens König Felipe VI. am Mittwochabend hatte sich Steinmeier zur „schweren Schuld“ der Deutschen bekannt. „Dieses Verbrechen haben Deutsche begangen“, sagte er. Gernika sei eine Mahnung, für Frieden, Freiheit und die Wahrung der Menschenrechte einzutreten.
Seit 1989 besteht die Städtepartnerschaft zwischen Pforzheim und Gernika. Denn beide teilen ein ähnliches Schicksal – sie wurden im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört. Diese Gemeinsamkeit führte schließlich zu der Idee einer Städtepartnerschaft. Heute sei diese Verbindung ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung, heißt es auf der Internetseite der Stadt Pforzheim. Die Städtepartnerschaft ist vielerorts im Stadtbild deutlich sichtbar.
