In Vaihingen an der Enz: 47 Hausbewohner müssen nach Tiefgaragenbrand untergebracht werden
Vaihingen an der Enz. Gegen 2 Uhr rückte die Feuerwehr am Donnerstag in die Keltergasse in Vaihingen an der Enz aus, nachdem dort eine starke Rauchentwicklung in der Innenstadt gemeldet worden war. Dies teilt die Wehr am Donnerstagvormittag in einer Pressemitteilung mit.
In einer Tiefgarage, die zu einem Wohnkomplex in der Keltergasse/Heilbronner Straße gehört, seien aus noch ungeklärter Ursache letztlich neun geparkte Kraftfahrzeuge in Brand geraten. Zwölf weitere seien durch Ruß erheblich beschädigt. Der Sachschaden dürfte sich ersten Schätzungen zufolge auf insgesamt 1.000.000 Euro belaufen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung hätten auch umliegende Wohngebäude geräumt werden müssen. Gegen 4 Uhr sei das Feuer unter Kontrolle gewesen, ein Auto habe im Havarie-Container der Feuerwehr gelöscht werden müssen. „Diesen holen wir im Ernstfall schnell vom örtlichen Abschleppunternehmen ab und bringen ihn zum Einsatzort“, erläutert Feuerwehrkommandant Thomas Korz. Dies hat auch in dieser Brandnacht reibungslos funktioniert. Der Stadt Vaihingen an der Enz gehören in der Garage alle öffentlichen Stellplätze.
Insgesamt hätten über 40 Personen ihre Wohnungen verlassen, etwa 30 von ihnen vom Rettungsdienst in der Stadthalle betreut werden müssen. In einer Pressemitteilung der Stadt Vaihingen an der Enz heißt es am Vormittag: "47 Bewohner können vorerst nicht in ihre Wohnungen zu rück, weil Strom und Wasser abgestellt sind. Das Ordnungsamt bemüht sich aber nach Kräften, die Betroffenen unterzubringen."
Bewohner müssen untergebracht werden
Gegen 7 Uhr konnten die Anwohnerinnen und Anwohner zunächst in die Gebäude zurückkehren, so die Satdt weiter. Weil aber die Strom- und Wasserversorgung unterbrochen seien, bemühe sich das Ordnungsamt derzeit um eine schnelle Unterbringung, bis die Infrastruktur wiederhergestellt ist. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.
Oberbürgermeister Uwe Skrzypek-Muth lobte das schnelle Eingreifen der Feuerwehr und das reibungslose Zusammenspiel der vielen Einsatzkräfte – neben Feuerwehr und Polizei waren auch Rettungsdienste, DRK-Helfer, Notärzte, der Rettungsbus des Landkreises und die Mitarbeitende des Ordnungsamtes im Einsatz.
„Es ist gut zu wissen, dass wir alle uns in der Not auf die eingespielten Abläufe der Helferinnen und Helfer verlassen können“, sagte der Oberbürgermeister, „mein Dank gilt allen am Einsatz Beteiligten!“
Die Gesamtzahl der Einsatzkräfte und Helfer schätzt Thomas Korz auf rund 170. „Die Absprachen und Abläufe zwischen allen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) hat haben reibungslos funktioniert.“
Die Ermittlungen zur Brandursache hat das Polizeirevier Vaihingen an der Enz übernommen. Die Brandermittler seien vor Ort.
Die Poststelle sowie die Läden und Praxen des Gebäudekomplexes sollen zumindest heute geschlossen bleiben.
