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Kieselbronn -  11.01.2026
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Irre Aufholjagd mit magischer Genauigkeit: So war das große Kieselbronner Darts-Turnier

Kieselbronn. Am späten Samstagabend, oder eigentlich schon am frühen Sonntagmorgen, gipfelte das große Kieselbronner Darts-Turnier im spannenden Finale in der zur „Ally Pally“ umfunktionierten Turn- und Festhalle. TV-BW als Teil des PZ-Medienhauses sendete aus der Halle, auf PZ-News gab es den Live-Stream und die PZ schickte ihren Redakteur Leon Malik Koß ins Rennen. Das volle mediale Programm also für die tolle Veranstaltung.

Volles Haus und gute Stimmung in der Kieselbronner „Ally Pally“. In der Turn- und Festhalle geht es rund. Auch die Gäste geben alles.
Volles Haus und gute Stimmung in der Kieselbronner „Ally Pally“. In der Turn- und Festhalle geht es rund. Auch die Gäste geben alles. Foto: Thomas Sommer

Am Ende waren alle Augen auf das letzte entscheidende Spiel gerichtet, bei dem sich Simon „The Thunder“ Bornbaum und Chris „The Wiz“ Wörner gegenüber standen. Für das Halbfinale sowie für das Finale wurde der Spielmodus von „Best of Five“ zu „Best of Seven“ geändert. Dadurch galt es, fünf sogenannte „Legs“ zu spielen, das einzelne Spiel innerhalb eines Matches. Von der Startpunktzahl 501 ausgehend, gelang es in den ersten beiden Legs Simon Bornbaum am schnellsten, die Zielpunktzahl Null genau zu erreichen. Danach startete Chris Wörner, der Gewinner aus dem letzten Jahr, zu einer rasanten Aufholjagd. Die hohe Konzentration und die Anspannung waren den Kontrahenten durchaus anzusehen. Die Luft knisterte förmlich elektrisch oder magisch aufgeladen.

Hatte da der Fanclub von „The Wiz“ in der ersten Reihe seine Hand mit im Spiel? Verschiedene Zauberlehrlinge im Harry-Potter-Kostüm brachten ihre Zauberstäbe in Position und schickten positive Energie Richtung Bühne. Jedenfalls konnte der Titelverteidiger seine Pfeile präzise in den passenden Bereichen der Scheibe positionieren. Man hätte die Pfeile vermutlich durch die Luft zischen hören können, wenn in der Halle nicht so eine gute Stimmung mit Anfeuerungsrufen geherrscht hätte. Letztlich konnte „The Wiz“ mit viel sportlichem Geschick und vielleicht auch einem Quäntchen Glück den Sieg einfahren und der diesjährige Turniersieger hieß erneut Chris Wörner. Der Wanderpokal ging also dieses Jahr nicht auf Wanderschaft und bleibt mindestens bis zum nächsten Turnier in Kieselbronner Hand. Für die Begegnungen des Achtelfinales zog Bürgermeister Heiko Faber Lose. In den folgenden Spielen standen sich verschiedene heiß gehandelte Favoriten bereits in einer frühen Phase gegenüber, aber „wer gewinnen will, muss jeden schlagen.“

Dartsturnier Kieselbronn Freitag Stimmung
Auch am Samstag wird die Veranstaltung wieder live übertragen.

Bereits zum dritten Mal veranstaltete der 1. FC Kieselbronn das Mega-Sportevent in der Halle. Am Samstagabend lief auch der Livestream, der am Freitagabend wegen technischer Probleme beim Internetprovider störungsbehaftet war, wieder einwandfrei. So konnte die Veranstaltung auch von zu Hause aus verfolgt werden, aber letztlich kommt die tolle Stimmung in der Halle am Bildschirm nicht wirklich rüber. Mit vielen Helfern und vielen Arbeitsstunden Zeiteinsatz bei Technik, Bühnenbau und Gastronomie, verwandelte sich die Turnhalle zur Festhalle und ein gutes Stück hin zum Alexandra Palace, der legendären „Ally Pally“.

Große Verbundenheit

„Es ist ein Event, das, so glaube ich, in der Region einmalig ist und natürlich auch für uns ziemlich wichtig ist, weil es mit dem 1. FC verbunden ist. Das bringt uns Publicity und wir werden in den Medien wahrgenommen“,

erläuterte Ralph Augenstein, den eigentlich alle nur unter seinem Spitznamen „Auge“ kennen und der vor drei Jahren das Bühnenbild mit der riesigen Darts-Scheibe sowie den Pokal designt hatte.

Für Abwechslung vor den Spielen zum Viertelfinale sorgten die Cheerleader „Golden Flames“ vom TuS Ellmendingen, die Turnierteilnehmer Pepe „Mr. Strandfigur“ Palme am Vortag zur Unterstützung dabei hatte. „Das hat dann der Bürgermeister mitbekommen und gefragt, ob wir nicht etwas mehr Zeit am Samstag hätten. Das haben wir dann ganz spontan gemacht und mit einem Tag Zeit zum Üben sind wir hier“, erzählte Anke Karst, Head Coach der Cheerleader, vom kurzfristigen Einsatz der Gruppe, die auch die Wild Dogs supporten. „Wir wären gerne nächstes Jahr wieder mit dabei, die Stimmung ist super“, so Karst. Diese Aussage werden die meisten Besucher unterschreiben und ebenfalls erneut dabei sein, wenn 2027 der Caller ausruft: „Game On“.