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Pforzheim -  14.12.2023
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Jugendräume in Hohenwart bleiben geschlossen

Pforzheim-Hohenwart. Axel Baumbusch und Julia Bahlke vom Stadtjugendring haben in der Sitzung des Hohenwarter Ortschaftsrates über Probleme bei der Gewinnung von Mitarbeitern für die Jugendarbeit Stadtteile informiert. „Seit Mai ist die Stelle für Hohenwart ausgeschrieben, die Bewerbungslage ist gleich null“, erklärte Baumbusch zum mobilen Jugendraum.

Ortschaftsrat Hohenwart
Axel Baumbusch und Julia Bahlke vom Stadtjugendring berichten über Probleme bei der Gewinnung von Mitarbeitern. Foto: Tilo Keller

Er berichtete weiter, dass man nur jemanden bekommen könne, der vormittags arbeite, was aber wenig sinnvoll sei. „Für den Nachmittag finden wir niemanden“, unterstrich er.

Der Stadtjugendring habe gerade mehrere Stellen ausgeschrieben, Bewerbungen gebe es keine. Der Personalmangel führe auch dazu, dass nach Weihnachten vier oder fünf Jugendräume zubleiben müssten. Er bezeichnete den Markt als leergefegt, worunter auch Kindergärten und die Schulsozialarbeit leiden würden. Auch in Eutingen sei eine hauptamtliche Stelle ausgeschrieben, was derzeit durch eine Studentin abgefangen werde. Aber es sei fraglich, ob diese nach dem Ende ihres Studiums bleiben werde. Inzwischen würden nicht nur Sozialpädagogen oder Erzieher nachgefragt, sondern auch Personen, die ein Verständnis für Jugendliche haben.

Unterstand als Treffpunkt

Aus dem Gremium kam die Frage, ob die Stelle auch mit einer Person im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) besetzt werden könne. Baumbusch erklärte, dass das möglich sei, dass diese Person allerdings nicht alleine arbeiten dürfe. Baumbusch sprach zudem einen bestehenden Unterstand in Hohenwart an, den er sich mit wenigen Maßnahmen als Treffpunkt für Jugendliche vorstellen könne. Das habe er auch bei der Waldbegehung mit dem Forstamt angesprochen. Der Unterstand sei ideal gelegen, da er fußläufig erreichbar und der Weg ausgeleuchtet sei. Etwaige Kritzeleien würden nicht stören.

Fehlen würde allerdings ein Abfallbehälter, der auch regelmäßig geleert wird, was mit den Technischen Diensten gelöst werden könnte. Notwendig wäre allerdings eine Abdichtung der zugigen Fensteröffnungen und auch über Sitzmöglichkeiten müsste nachgedacht werden. Auf die Frage, ob der Mobile Jugendraum dort stattfinden würde, antwortete Baumbusch, dass das zu diesem Zeitpunkt noch nicht feststehe. Mit Kindern und Jugendlichen ab sechs Jahren soll dazu in den Dialog getreten werden. Eine Umfrage sei schon vorbereitet.

Autor: Claudia Keller