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Kriminalität -  30.04.2026
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Kinder im Zoo attackiert? Vorfälle geben Rätsel auf

Im beliebten Stuttgarter Zoo Wilhelma werden zwei Kinder auf rätselhafte Weise verletzt. Die Polizei geht von Angriffen aus. Aber es gibt kaum Spuren. Dennoch haben die Fälle Folgen.

Terra Australis in der Wilhelma
Im Dunkelbereich der Terra Australis sind nach Polizeiangaben zwei Kinder verletzt worden. (Archivbild) Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Zwei mutmaßliche Angriffe auf Kinder in einem abgedunkelten Tierhaus der Stuttgarter Wilhelma stellen die Polizei vor ein Rätsel. Die beiden Kinder im Alter von drei und sechs Jahren seien durch spitze Gegenstände leicht verletzt worden, teilte ein Sprecher der Polizei mit. 

Da beide Vorfälle an unterschiedlichen Tagen im selben Bereich des Gebäudes passiert und keine scharfen Gegenstände oder Ecken gefunden worden seien, gehe man von mutwillig zugefügten Verletzungen aus. 

Die Wilhelma will deshalb zunächst auf Nummer sicher gehen: «Wir schließen die beiden abgedunkelten Bereiche der Terra Australis am Feiertag und am Wochenende», kündigte Direktor Thomas Kölpin an. Am Montag werde der Zoo entscheiden, wie es weitergehe. Man arbeite eng mit der Polizei zusammen, sagte Kölpin. Tiere kämen als Verursacher nicht infrage: «Wir haben dort keine offenen, sondern nur geschlossene Bereiche.» Videokameras gebe es nicht. 

Plötzliche Schreie 

Das jüngere Mädchen war laut Polizei am Sonntagvormittag auf dem Arm seiner Mutter durch den abgedunkelten Bereich der sogenannten Terra Australis getragen worden. «Das Kind schrie plötzlich auf, und die Mutter entdeckte eine kleine Wunde am Bein ihrer Tochter», teilte die Polizei mit. Drei Tage später sei der sechsjährige Junge am frühen Nachmittag im selben Bereich des Gebäudes leicht am Rücken verletzt worden. 

«Eine Absuche nach etwas Scharfkantigem im Dunkelbereich verlief negativ, sodass nicht auszuschließen ist, dass die Verletzungen mutwillig zugefügt wurden», teilte die Polizei mit. Für gute Videoaufnahmen sei es in den Räumen zu dunkel. 

Mehr als 1,8 Millionen Besucher 

Der Zoologisch-Botanische Garten ist einer der meistbesuchten Zoos in Deutschland. Jahr für Jahr besuchen mehr als 1,8 Millionen Besucher das Gelände nahe des Neckars. Mit rund 11.000 Tieren aus fast 1.200 Arten ist die Wilhelma nach eigenen Angaben einer der artenreichsten Zoos weltweit. 

Für die Terra Australis wurde das ehemalige Menschenaffenhaus umgebaut. Seit dem Sommer 2023 ist sie in drei Abschnitte aufgeteilt. Da es sich bei den Bewohnern der Terra Australis vor allem um nachtaktive Säugetiere handelt, ist es in zwei Gebäudeteilen tagsüber dunkel. Gezeigt werden dort unter anderem Kowaris, Quolls, Fuchskusus, Kurzkopfgleitbeutler und zwei Rattenkänguruarten.

© dpa-infocom, dpa:260430-930-14873/3

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