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Pforzheim -  13.01.2021
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Kontrolle von Rauchmeldern sorgt in Zeiten von Corona für Diskussionen

Pforzheim/Ispringen. In Mietwohnungskomplexen der Arlinger Baugenossenschaft – wie etwa in Ispringen – werden derzeit Rauchmelder kontrolliert und gewartet. Dazu gehen Kontrolleure eines Dienstleisters nach Anmeldung in die Wohnungen hinein. Und eben an dieser Handhabung wird nach PZ-Informationen in der derzeitigen Pandemielage Kritik laut: Trotz Maske und sogenannter kontaktloser Überprüfung würden dadurch insbesondere Risikogruppen wie Senioren in unverantwortlicher Weise in Gefahr gebracht, so die Kritik aus Mieterkreisen.

Auf fachgerechte Wartung von Rauchmeldern (Symbolbild), setzt die Bau genossenschaft Arlinger.
Auf fachgerechte Wartung von Rauchmeldern (Symbolbild), setzt die Bau genossenschaft Arlinger.

Carsten von Zepelin, Vorsitzender des Vorstands der Baugenossenschaft Arlinger, pocht auf die regelmäßige Kontrolle von Rauchmeldern im Sinne des Brandschutzes. Zudem gingen die Kontrollen konform mit den Infektionsschutzmaßnahmen des Bundes. „Wir haben uns mit dem Dienstleister Gedanken zum Ablauf gemacht und halten diesen für vertretbar und verantwortbar“, betont von Zepelin. Gäbe es Bedenken von Mieterseite etwa wegen der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe, würden Termine, zu denen es im Zuge eines Wartungsvertrags komme, verschoben.

Abstand und Mundschutz

Grundsätzlich steht im Regelwerk des Dienstleisters Pyrexx zum Thema Brandschutz in Corona-Zeiten, dass Servicemitarbeiter den notwendigen Abstand zu Bewohnern nach Empfehlung des Robert-Koch-Instituts hielten und Mundschutz, Desinfektionsmittel, Handschuhe, Überzieher sowie Reinigungsmittel für das Tablet mit sich führten. Eine Unterschrift werde derzeit vom Mieter nicht verlangt und unter Quarantäne stehende Wohnungen nicht aufgesucht. Wörtlich ist in den Informationen für Hausverwaltungen und Mieterbetreuer aufgeführt: „Die kostenfreien Regeltermine sind ein Angebot an den Bewohner. Ein Zutritt zur Wohnung wird in keinem Fall erzwungen.“

Wie steht es aber um eine alternative und noch mehr an die Coronazeit angepasste Kontrolle? Etwa ein Vorgehen, dass es den Mietern ermöglicht, die Rauchmelder abzumontieren und vor der Wohnungstür zur Überprüfung abzulegen? Für von Zepelin kein gangbarer Weg. Er setzt auf „fachgerecht angebrachte“ Geräte, „damit die Funktion gewährleistet ist“.

Autor: nad